Rekord-Investment: Celonis erhält eine Milliarde US-Dollar

Damit steigt das Start-up zum elffachen Unicorn auf. Außerdem holen die Münchner einen Google-Manager an Bord.  

Celonis aus München erhält eine Milliarde US-Dollar in der Series-D. Eine höhere Summe hat es bisher in Start-up-Deutschland noch nicht gegeben. Damit steigt der Wert des Unternehmens auf elf Milliarden Euro. Celonis ist damit ein „Decacon“ – ein mindestens zehnfaches Unicorn – und das am höchsten bewertete nicht börsengelistete Start-up Deutschlands.

Zu den Geldgebern zählen die amerikanischen VCs Durable Capital Partners und T. Rowe Price, sowie die Investmentgesellschaft Franklin Templeton, Splunk Ventures aus San Francisco und eine Gruppe weiterer Investoren. Auch bestehende Investoren, darunter die New Yorker Arena Holdings, beteiligen sich erneut. „Celonis ist ein seltenes Juwel, das im Zentrum eines der größten Technologietrends unserer Zeit steht – der Modernisierung von Unternehmen durch datengesteuerte, intelligente Geschäftsentscheidungen“, sagt Henry Ellenbogen, Managing Partner und Chief Investment Officer von Durable Capital Partners LP. „Celonis hat ein massives Marktpotenzial, um eine neue und moderne Art der Unternehmenssteuerung zu schaffen.“

Die drei Studenten der TU München Alexander Rinke, Martin Klenk und Bastian Nominacher gründeten Celonis 2011. Das Unternehmen mit mittlerweile 1.300 Mitarbeitern bietet Process Mining an: Sämtliche Daten des IT-Systems eines Unternehmens werden analysiert. Dadurch werden dem Unternehmen zufolge Schwächen und Optimierungspotenziale besser erkannt. Das Unternehmen spricht von mehreren Tausend Kunden, darunter AstraZeneca, Bosch, Coca-Cola, Citibank, Dell, GSK, L’Oréal, Siemens, Uber und Vodafone. 

„Celonis ist ein seltenes Juwel"

Henry Ellenbogen, Managing Partner und Chief Investment Officer von Durable Capital Partners LP

Celonis hat seinen Hauptsitz in München und New York und verfügt weltweit über 15 Niederlassungen. Die Deutsche Bank hat vor, mit der Software 40 Prozent ihrer Prozesse zu optimieren und dadurch mehr als 60 Millionen Euro einzusparen. „Unsere Kunden waren begeistert als sie erkannten, dass sie mit dem Execution Management System nun ihre Prozessdaten nutzen können, um genauso effizient wie Amazon ihre Geschäfte zu betreiben – ohne etwas an ihren zugrunde liegenden Systemen ändern zu müssen", sagt Bastian Nominacher, Co-CEO und Mitgründer von Celonis.

Zudem gibt das Start-up bekannt, für die kommenden Wachstumsschritte Carlos Kirjner als neuem Chief Financial Officer einzustellen. Kirjner war zuletzt als Vice President of Finance bei Google tätig, wo er die Finanzen der Kerngeschäftsbereiche – Google Ads, Google Search sowie Google Maps – leitete, die jährlich etwa 150 Milliarden US-Dollar Umsatz generieren und Zehntausende an Mitarbeitern umfassen. „Carlos Kirjner ist eine visionäre Führungspersönlichkeit mit einer eindrucksvollen Erfolgsbilanz“, sagt Nominacher. „Er hat einige der größten Branchentrends lange vor anderen erkannt und bewiesen, dass er in einem dynamischen Umfeld agil handeln kann.“


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