So schlecht schneidet Deutschland beim Gründen ab

43 Länder hat sich der Global Entrepreneurship Monitor angeguckt. Die Bundesrepublik belegt bei der Gründungsquote nur Platz 41. 

Deutschland ist nicht das Land, in dem Gründen besonders attraktiv ist. Im internationalen Vergleich des Global Entrepreneurship Monitor (GEM) belegt Deutschland Platz 41 von 43 bei der Gründungsquote. Hierzulande gründeten nur 4,8 Prozent der 18- bis 64-Jährigen ein Unternehmen in den vergangenen drei Jahren. Platz eins belegt Angola, hinter Deutschland bilden Polen und Italien die Schlusslichter. Für den Monitor sind in 43 Ländern 135.942 Menschen und 1.821 Gründungsexperten befragt worden, aus Deutschland kommen 72 der Expertinnen und Experten sowie 3.003 Personen. Die Befragung führten das RKW-Kompetenzzentrum und die Leibniz Universität Hannover für das Bundeswirtschaftsministerium durch.

Die Rahmenbedingungen bewerten die Gründerinnen und Gründer als gut in Deutschland, hier liegt das Land im Mittelfeld. Allerdings fehlt der Zugang zu Kapital: Nur rund die Hälfte der Befragten sagt, dass ihnen genügend Kapital von Seiten der Investoren bereitgestellt wird. Die andere Hälfte setzt auf staatliche Hilfe. Die kann in Form von zinsgünstigen Krediten zum Beispiel durch die KfW oder staatliche Bürgschaften die Start-ups erreichen. Vor Kurzem hat die Bundesregierung zudem einen Zukunftsfonds aufgesetzt, der bis 2030 zehn Milliarden Euro an Gründerinnen und Gründer auszahlen will. Private Investoren steuern nochmal 20 Milliarden Euro bei. Für den Bundesbeauftragten für Start-ups, Thomas Jarzombek (CDU), ist diese Hilfe noch nicht ausreichend, er fordert einen 100-Milliarden-Euro schweren zweiten Zukunftsfonds.

In Sachen Diversität ist Deutschland allerdings gut aufgestellt, wie der GEM zeigt: So gründeten anteilig fast so viele Frauen wie Männer ein Start-up, außerdem lag die Gründungsquote 2020 mit 5,6 Prozent bei eingewanderten Menschen höher als bei hier geborenen mit 4,7 Prozent.


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