Wo entsteht Gründungskultur, dort wo (noch) niemand hinschaut?
Der Gründungsmagnet vernetzt studentische Gründungsinitiativen im DACH-Raum unter anderem über den Gründungsmagnet Summit und vertritt diese durch den Student Entrepreneurship Monitor strukturell als Plattform hinter Deutschlands studentischer Gründungsszene. Wie viele junge Menschen überhaupt in Kontakt mit Entrepreneurship kommen und aktiv an Innovation mitwirken, zeigt dieser Artikel.
Gründungskultur lebt in Gründungsinitativen
Für uns als Gründungsmagnet ist genau das der Kern unserer Arbeit. Wir machen studentische Gründungsinitiativen sichtbar, vernetzen und vertreten diese. Denn an Universitäten und Hochschulen in ganz Deutschland engagieren sich Studierende durch eigene Konferenzen, Workshops und Programme dafür, Entrepreneurship erlebbar zu machen. Genau das lest ihr jeden Sonntag in unseren Gastbeiträgen von unseren Mitgliedsinitiativen, wie dem Young Founders Network, Innovis VC, Q-Summit und IdeaLab! der WHU.
Was diese Initiativen verbindet, ist der Anspruch, Entrepreneurship nicht nur theoretisch zu diskutieren, sondern aktiv mitzugestalten. Der Gründungsmagnet möchte genau diesen Initiativen eine gemeinsame Plattform geben. Dabei geht es nicht nur um Sichtbarkeit nach außen. Mindestens genauso wichtig ist der Austausch untereinander: Welche Eventformate funktionieren? Wie lassen sich Partnerschaften aufbauen? Welche Herausforderungen beschäftigen Initiativen an anderen Universitäten? Und wo können Ressourcen, Erfahrungen und Netzwerke miteinander geteilt werden?
Gleichzeitig endet Gründungskultur nicht an den Grenzen des studentischen Ökosystems. Deshalb suchen wir gezielt den Austausch im internationalen und vor allem im DACH-Raum mit Innovationszentren, Unternehmen und weiteren Akteuren der Gründungsförderung. Dazu gehören auch Partnerschaften und der regelmäßige Austausch mit Ökosystempartnern wie der Growth Alliance des TechQuartiers in Frankfurt.

Studentische Initiativen als Teil des Startup-Ökosystems
Studentische Gründungsinitiativen werden teilweise noch unterschätzt. Für viele junge Menschen und Studierende sind sie der erste Kontakt mit Entrepreneurship, lange bevor ein eigenes Startup gegründet oder ein erster Job in einem Unternehmen angenommen wird. Sie schaffen Zugänge, vermitteln Wissen und bringen Studierende mit Menschen zusammen, die bereits gegründet, investiert oder Unternehmen aufgebaut haben. Gleichzeitig entstehen dort Netzwerke und Freundschaften, die oft weit über das Studium hinaus bestehen bleiben.
Deshalb geht es beim Gründungsmagnet nicht nur darum, einzelne Initiativen vorzustellen. Wir wollen sichtbar machen, welchen Beitrag sie gemeinsam zur deutschen Gründungskultur leisten. Auch strukturell beschäftigen wir uns mit der Frage, wie sich studentisches Entrepreneurship in Deutschland entwickelt. In der Vergangenheit haben wir dazu gemeinsam mit dem Startup-Verband Deutschland am “Student Entrepreneurship Monitor” gearbeitet und damit einen Blick darauf geworfen, welche Rolle studentische Gründungsinitiativen und Unternehmertum im deutschen Startup-Ökosystem einnehmen.
Denn wer die Gründungskultur von morgen stärken möchte, muss dort anfangen, wo viele Gründer von morgen heute ihre ersten Erfahrungen sammeln.

Der Gründungsmagnet Summit
In unseren Gastbeiträgen stellen wir euch verschiedene Gründungsinitiativen und deren Angebote vor, wie beispielsweise Event Formate. Daher stellen wir euch in dem heutigen Beitrag vor, wie wir studentische Gründungsinitiativen untereinander seit mehreren Jahren mit unserem Event Format vernetzen.
Seit 2022 veranstalten wir unseren eigenen Gründungsmagnet Summit. Die letzte Edition fand im Juni 2025 in Aachen statt. Im Mittelpunkt stand das zentrale Thema wie Zusammenarbeit im Startup-Ökosystem wirklich funktioniert unter dem Panel „Ecosystem-Zusammenarbeit".
Aufgezeigt wurde, wie in Aachen Gründungsförderung, Hochschule, Innovationszentren und studentische Initiativen nicht nebeneinander, sondern miteinander arbeiten und was andere Städte davon mitnehmen können mit den Gästen Christina Mertsch von der RWTH Innovation, Iris Wilhelmi vom digitalHUB Aachen e.V., René Oebel von der IHK Aachen und David Lebus vom Collective Incubator Moderiert von Kai Hermanns, von AC.E Aachener Entrepreneurship Team e.V.
Denn viele Herausforderungen ähneln sich, unabhängig davon, ob eine Initiative in Aachen, München, Frankfurt oder an einem anderen Standort aktiv ist. Statt Strukturen immer wieder neu aufzubauen, können Initiativen voneinander lernen und erfolgreiche Ansätze teilen und eventuell sogar übertragen.
Was als nächstes kommt
Genau an dieser Vision arbeiten wir aktiv. In den kommenden Wochen werden wir uns, neben unseren Vorstellungen studentischer Gründungsinitiativen, verstärkt Themen über Female Entrepreneurship und politische Rahmenbedingungen widmen.
Gleichzeitig blicken wir auf die Veranstaltungen und Begegnungen der vergangenen Monate zurück. Das Munich Startup Festival hat dabei einmal mehr gezeigt, welches Potenzial entsteht, wenn unterschiedliche Communities zusammenkommen. Und das nächste gemeinsame Format ist bereits in Planung: Im Oktober wollen wir gemeinsam mit weiteren Initiativen erneut Menschen aus dem Gründungsökosystem zusammenbringen. Mehr dazu gibt es schon bald.
Denn am Ende entsteht die Gründungskultur nicht durch einzelne Organisationen, Events oder Programme. Sie entsteht durch Menschen, die ihr Wissen teilen, sich gegenseitig unterstützen, indem sie gemeinsam neue Möglichkeiten schaffen. Gemeinsam stärker.

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