Deutschland wird älter: Anteil junger Menschen bleibt auf historischem Tiefstand
Junge Menschen bleiben in Deutschland eine vergleichsweise kleine Bevölkerungsgruppe. Ende 2025 waren rund 8,3 Millionen Menschen zwischen 15 und 24 Jahre alt. Das entspricht lediglich 10,0 Prozent der Gesamtbevölkerung, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anlässlich des Internationalen Tags der Jugend am 12. August mitteilt. Damit verharrt der Anteil der jungen Generation auf einem historisch niedrigen Niveau.
Von jeder sechsten auf jede zehnte Person
Wie deutlich sich die Altersstruktur Deutschlands verändert hat, zeigt der langfristige Vergleich. Anfang der 1980er Jahre erreichte der Anteil der 15- bis 24-Jährigen seinen Höchststand. 1983 gehörten noch 16,7 Prozent der Bevölkerung dieser Altersgruppe an – etwa jede sechste Person.
Heute ist es nur noch jede zehnte. Bereits seit Beginn der 2020er Jahre bewegt sich der Anteil der jungen Menschen auf diesem niedrigen Niveau.
Einwanderung erhöht den Anteil der jungen Bevölkerung
Besonders deutlich unterscheiden sich die Werte mit Blick auf die Einwanderungsgeschichte. Unter Menschen ohne Einwanderungsgeschichte waren 2025 lediglich 8,5 Prozent zwischen 15 und 24 Jahre alt. Bei Menschen mit Einwanderungsgeschichte lag der Anteil dagegen bei 12,2 Prozent.
Noch höher fällt der Wert bei den Nachkommen von Eingewanderten aus. 20,4 Prozent der Nachkommen zweier eingewanderter Elternteile gehören zur Altersgruppe der 15- bis 24-Jährigen. Bei Menschen mit einem eingewanderten Elternteil sind es 20,0 Prozent.
Die Zahlen zeigen damit auch, welchen Einfluss Einwanderung auf die demografische Zusammensetzung Deutschlands hat. Ohne Eingewanderte und ihre Nachkommen wäre der Anteil junger Menschen an der Gesamtbevölkerung noch niedriger.
Deutliche Unterschiede zwischen den Bundesländern

Auch regional zeigt sich ein unterschiedliches Bild. Den höchsten Anteil junger Menschen verzeichnete 2025 Bremen mit 11,1 Prozent, gefolgt von Hamburg mit 10,5 Prozent. Unter den Flächenländern liegt Baden-Württemberg mit 10,4 Prozent vorne.
Besonders niedrig ist der Anteil dagegen in den ostdeutschen Bundesländern. In Brandenburg gehören nur 8,8 Prozent der Bevölkerung zur Altersgruppe zwischen 15 und 24 Jahren. In Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt sind es jeweils 9,1 Prozent.
Deutschland liegt unter dem EU-Durchschnitt
Auch im europäischen Vergleich gehört Deutschland zu den Ländern mit einem relativ niedrigen Anteil junger Menschen. Zum Jahresbeginn 2025 lag der deutsche Wert mit 10,0 Prozent unter dem EU-Durchschnitt von 10,7 Prozent.
Den höchsten Anteil innerhalb der Europäischen Union verzeichnete Irland mit 12,7 Prozent, gefolgt von Dänemark und den Niederlanden mit jeweils 12,2 Prozent. Am unteren Ende lagen Malta mit 9,4 Prozent und Bulgarien mit 9,5 Prozent.
Die Zahlen unterstreichen damit eine der langfristigen strukturellen Herausforderungen Deutschlands: Während die Bevölkerung altert, bleibt die nachrückende junge Generation vergleichsweise klein. Insbesondere für Gründer und Startups stellt dies eine weitere Herausforderung dar. Einerseits müssen die Geschäftsmodelle um die Anteile der entsprechen Zielgruppen verändert werden und gleichzeitig wird der Markt für die jungen, wilden Mitgründer & Mitarbeiter immer angespannter.

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