KI-Mitarbeiter für die Energiewende erhalten 1,7 Mio Euro - Invertix
Das Münchner ClimateTech-Startup Invertix hat eine Pre-Seed-Finanzierungsrunde über 1,7 Millionen Euro abgeschlossen. Angeführt wurde die Runde von Vireo Ventures. Zusätzlich beteiligte sich der Italian Founders Fund sowie mehrere Business Angels aus den Bereichen Energie und Künstliche Intelligenz.
Das 2026 gegründete Unternehmen entwickelt autonome KI-Agenten für die erneuerbare Energiewirtschaft. Die sogenannten KI-Mitarbeiter übernehmen operative, analytische und regulatorische Aufgaben, die bislang überwiegend manuell erledigt wurden.
Bereits mehr als 1,8 Gigawatt Solarkapazität im Einsatz
Nach Angaben des Startups verwaltet Invertix bereits heute mithilfe seiner KI-Agenten mehr als 1,8 Gigawatt Solarkapazität. Darüber hinaus umfasst die aktuelle kommerzielle Pipeline Projekte mit insgesamt mehr als 10 Gigawatt erneuerbarer Energieleistung.
Das Unternehmen bezeichnet sich damit als weltweit ersten Anbieter, der autonome KI-Agenten in diesem Umfang im Bereich erneuerbarer Energien einsetzt.
Fachkräftemangel wird zum Bremsfaktor der Energiewende
Die Geschäftsidee entstand laut Invertix auf Basis von mehr als 5.000 Gesprächen mit Energiebetreibern, Asset-Managern und unabhängigen Stromerzeugern in Europa, welche die Gründer geführt haben wollen. Selbst wenn die Fachgespräche in Form von Kurzinterviews nur 15-30 Minuten dauerten, wären dafür enorme Aufwände, zeitlicher und sprachlicher Art notwendig.
Als Ergebnis aus diesen Gesprächen, erkennen die Gründer, der Ausbau von Solar-, Wind- und Speicherprojekten schreitet schneller voran als die Rekrutierung und Ausbildung qualifizierter Fachkräfte. Dadurch bleiben operative Aufgaben wie Alarmbewertung, Leistungsanalysen, Wartungskoordination oder regulatorische Compliance zunehmend liegen.
Europa nimmt Solar-, Wind- und Speicheranlagen schneller in Betrieb, als es Ingenieurinnen und Ingenieure einstellen und ausbilden kann. Qualifiziertes Betriebspersonal ist knapp und die Arbeitslast für die Teams wächst stetig.
Joseph Perrotta, Mitgründer & CEO Invertix
CEO Joseph Perrotta betont, dass die KI-Agenten keine Mitarbeitenden ersetzen, sondern operative Engpässe entschärfen sollen, damit sich Fachkräfte auf komplexe Entscheidungen konzentrieren können.
KI-Agenten statt klassische Dashboard-Software
Im Unterschied zu herkömmlichen Monitoring- und Analyseplattformen setzt Invertix auf autonome Systeme, die operative Aufgaben eigenständig ausführen. Die Plattform integriert sich direkt in bestehende SCADA-, CMMS-, ERP- sowie Wetter- und Energiedaten-Systeme. Die vollständige Implementierung soll innerhalb von rund 60 Tagen möglich sein.
Mit dem frischen Kapital plant Invertix den Ausbau seiner Plattform sowie weitere Markteintritte in Europa. Neben Solaranlagen sollen die KI-Agenten künftig auch in Windenergie, Batteriespeichern und Netzbetriebs-Infrastrukturen eingesetzt werden. Zudem baut das Unternehmen seine Teams in den Bereichen KI-Engineering, Softwareentwicklung, Produkt und Vertrieb aus. Ein Großteil der neuen Stellen soll in Italien entstehen, wo Invertix sein technisches Zentrum aufbaut.
Investoren sehen strategische Bedeutung für Europas Energieinfrastruktur
Die Investoren sehen insbesondere in der Kombination aus Energiewende, Fachkräftemangel und KI-Automatisierung großes Potenzial.
Invertix geht diese Herausforderung mit einem Team an, das hungrig, ambitioniert und konsequent auf den Kundennutzen ausgerichtet ist und liefert bereits erste belastbare Ergebnisse. Genau deshalb haben wir investiert.
Felix Krause, Managing Partner bei Vireo Ventures
Felix Krause hebt hervor, dass der Energiesektor mehr als klassische Softwareoptimierung benötige. Gleichzeitig betont Irene Mingozzi die zunehmende geopolitische und wirtschaftliche Bedeutung leistungsfähiger Energieinfrastrukturen. Mit seinem Ansatz positioniert sich Invertix an der Schnittstelle von KI-Automatisierung und erneuerbarer Energieinfrastruktur.

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