NanoStruct sammelt 2,6 Millionen Euro für schnelle Keimdiagnostik in der Lebensmittelindustrie
Das Würzburger Deeptech-Startup NanoStruct hat eine Seed-Finanzierungsrunde in Höhe von 2,6 Millionen Euro abgeschlossen. Angeführt wird die Runde vom High-Tech Gründerfonds, Bayern Kapital sowie dem Auxxo Female Catalyst Fund.
Das Unternehmen entwickelt nanostrukturierte Sensorchips, die den Nachweis gefährlicher Keime in Lebensmitteln drastisch beschleunigen sollen.
Mit HTGF, Bayern Kapital und AUXXO haben wir genau die Partner gefunden, die wir für diesen nächsten Schritt brauchen: erfahren, netzwerkstark und überzeugt von unserer Vision.
Dr. Henriette Maaß, CEO von NanoStruct
Schnellere Diagnostik als Schlüssel zur Lebensmittelsicherheit
Bislang dauert der Nachweis von Bakterien wie Listeriose-Erregern oder Salmonellose oft zwei bis drei Tage. In dieser Zeit können potenziell kontaminierte Produkte bereits in den Umlauf gelangen.
NanoStruct setzt hier an und kombiniert Nanotechnologie, Biotechnologie und maschinelles Lernen zu einem neuen Analyseverfahren. Statt mehrtägiger Wartezeiten liefert die Technologie Ergebnisse innerhalb weniger Stunden. Das ermöglicht schnellere Entscheidungen in der Produktion, reduziert das Risiko von Rückrufen und kann Foodwaste entlang der gesamten Lieferkette verringern.
Molekularer Fingerabdruck
Kern der Lösung ist ein optisches Messverfahren, das mithilfe nanostrukturierter Sensorchips einen "molekularen Fingerabdruck" von Bakterien erstellt. Dadurch lassen sich schädliche Mikroorganismen deutlich schneller identifizieren als mit klassischen Methoden.
Eine Beschleunigung der Bakterientests in Lebensmitteln bringt großen Mehrwert und dass NanoStruct mit der aktuellen Finanzierung den nächsten Schritt machen kann, um das vielversprechende System auf den Markt zu bringen, freut mich persönlich sehr.
Dipl.-Ing. Arnolf Kneißler, langjähriger Geschäftsführer von Labor Kneißler GmbH
Für die Lebensmittelindustrie bedeutet dies einen Paradigmenwechsel in der mikrobiellen Analyse, hin zu Echtzeit-ähnlichen Prozessen.
Gegründet wurde NanoStruct von Henriette Maaß, Enno Schatz und Kai Leibfried als Ausgründung der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Mit der Finanzierung will das Team nun Pilotprojekte im Lebensmittelanalysemarkt umsetzen, einen strukturierten Vertrieb aufbauen und das Unternehmen personell erweitern.
Breites Anwendungspotenzial über die Lebensmittelindustrie hinaus
Neben der Anwendung in der Lebensmittelbranche sieht NanoStruct weiteres Potenzial in Bereichen wie Veterinär- und Humandiagnostik sowie im Monitoring sensibler Produktionsumgebungen.
Investorenseitig wird insbesondere der technologische Fortschritt hervorgehoben. Laut Stephan Ruck überzeugten sowohl die Plattformtechnologie als auch das Netzwerk und die Marktkenntnis des Teams. Langfristig könnte die Lösung dazu beitragen, Sicherheitsstandards zu erhöhen und gleichzeitig Prozesse effizienter zu gestalten.

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