Radiopharma

NUCLIDIUM erweitert Series B auf 105 Millionen Franken

Das Schweizer Biotech sammelt weitere 26 Millionen Franken für kupferbasierte Krebstherapien ein. Jetzt will man die Radiopharma-Pipeline in fortgeschrittene klinische Studien bringen.
News von Marc Nemitz Marc Nemitz · Basel, 27. Mai 2026

Das Radiopharma NUCLIDIUM hat eine überzeichnete Erweiterung seiner Series-B-Finanzierungsrunde abgeschlossen. Die zusätzliche Finanzierung über 26 Millionen Schweizer Franken bringt das Gesamtvolumen der Runde auf 105 Millionen Franken beziehungsweise rund 115 Millionen Euro.

Angeführt wurde die Extension von bestehenden Investoren wie Kurma Growth Opportunities Fund, Angelini Ventures, der EIB-Co-Investment-Fazilität Aurea, Wellington Partners sowie Neva SGR (Intesa Sanpaolo Group). Neu beteiligt sind unter anderem DeepTech & Climate Fonds (DTCF), Bayern Kapital, Vives Partners und NRW.BANK.

Fokus auf kupferbasierte Radiotheranostik

NUCLIDIUM entwickelt sogenannte Radiotheranostika. Das sind Wirkstoffe, die Diagnose und Therapie von Krebs miteinander verbinden. Das Unternehmen setzt dabei auf Kupfer-Isotope: Kupfer-61 für die Bildgebung und Kupfer-67 für therapeutische Anwendungen.

Im Mittelpunkt stehen aktuell die Programme NU101 gegen metastasierten kastrationsresistenten Prostatakrebs sowie NU201 gegen metastasierten Brustkrebs. Beide Kandidaten sollen noch in diesem Jahr in therapeutische Phase-1/2a-Studien starten. Laut CEO und Mitgründerin Leila Jaafar zeigen die bisherigen Daten aus den diagnostischen Phase-1/2-Studien „starke Dynamik“ für den Ansatz des Unternehmens.

Ausbau klinischer Studien und Produktion

Das frische Kapital soll insbesondere in die Weiterentwicklung der klinischen Programme fließen. Zudem plant NUCLIDIUM den Ausbau seines internationalen Produktions- und Herstellungsnetzwerks für Diagnostik und Therapie. Darüber hinaus will das Unternehmen neue Zielstrukturen für präklinische Programme entwickeln, um Radiotheranostik künftig auch bei weiteren soliden Tumorarten einzusetzen.

Wachstumsmarkt Radiopharma

Radiopharmazeutika gelten aktuell als einer der dynamischsten Wachstumsbereiche in der Onkologie. Investoren sehen insbesondere in präzisen, zielgerichteten Therapien großes Potenzial. Die beteiligten Investoren betonen vor allem die Differenzierung des Unternehmens durch seinen kupferbasierten Ansatz sowie die einfache Integration der Technologie in bestehende Krankenhausabläufe.

NUCLIDIUM hat Standorte in Basel und München und befindet sich derzeit in der klinischen Entwicklungsphase.


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