Ostdeutschland hat noch viel Potenzial für Start-ups

Die Kommission „30 Jahre Friedliche Revolution und Deutsche Einheit“ sieht noch viel Nachholbedarf für die ostdeutschen Bundesländer. Von der Hauptstadt Berlin erhofft sie sich eine Sogwirkung. 

Start-ups in Ostdeutschland haben es schwer. Zu diesem Ergebnis kommt eine von der Bundesregierung einberufene Kommission, die generelle Empfehlungen für den weiteren Vereinigungsprozess liefern soll. In ihrem Abschlussbericht identifiziert sie auch wirtschaftliche Schwächen Ostdeutschlands, die es besonders Start-ups erschweren,  in Sachsen, Thüringen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg oder Mecklenburg-Vorpommern Fuß zu fassen.

Die aus 22 Personen des öffentlichen Lebens bestehende Kommission kommt unter anderem zu dem Schluss, dass die Wettbewerbsfähigkeit der ostdeutschen Bundesländer gestärkt werden müsse. „Die schwierige Ausgangslage in den ostdeutschen Ländern – Alterung, geringe Bevölkerungsdichte, schwächere Wirtschaftsstruktur – macht besondere politische Anstrengungen erforderlich, damit dieser Landesteil erfolgreich an der Globalisierung teilhaben kann“, schreiben die Autoren des Berichts. Deswegen sollen Risikokapital für Start-ups steuerlich begünstigt und die Produktionsbedingungen verbessert werden. Wirtschaftsverbände sollen Start-ups darüber hinaus stärker wertschätzen. 

Die Kommission sieht auch Vorteile

Hoffnung schöpfen die Autoren aus dem Standort Berlin, wo jedes dritte deutsche Start-up seinen Sitz hat. Die Hauptstadt müsse als Wachstumsmotor für ganz Ostdeutschland dienen, schreiben die Autorinnen. Ostdeutsche Start-ups, die Berliner Wissenschaftslandschaft und die Unternehmen der Region sollen zudem gezielt verknüpft werden. „Dazu gehört auch die bessere infrastrukturelle Verknüpfung der verschiedenen ostdeutschen Regionen mit Berlin und seinem internationalen Flughafen“, heißt es in dem Report. 

Von der geografischen Lage der Hauptstadt in der Mitte Ostdeutschlands erhofft sich die Kommission ein Strahlkraft für den gesamten Osten der Bundesrepublik. Auch andere  Wachstumsregionen mit einer gewissen Strahlkraft listet sie auf, darunter Chemnitz-Zwickau, Leipzig-Halle, Dresden, Rostock und Mittelthüringen. Als Vorteil für Ostdeutschland sieht die Kommission die niedrigeren Immobilienpreise und mehr verfügbare Flächen, die neue Chancen für ländliche Regionen öffnen würden. 

Die Kommission wurde im vergangenen Jahr eingesetzt. Geleitet wird sie vom früheren brandenburgischen Ministerpräsidenten Matthias Platzeck (SPD). Neben Politikern sind auch Branchenvertreter, Prominente wie Jan-Josef Liefers und Wirtschaftswissenschaftler wie der Leiter des Dresdner ifo-Instituts Marcel Thum vertreten.  


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