Mut braucht einen Ort: Wie das Young Founders Network aus Ideen Startups macht
Gastbeitrag Gründungsmonitor: Der nächste Gastbeitrag steht mit einem Gründungsinitiativen Spotlight auf das Young Founders Network an, einer Initiative aus unserem Netzwerk. Den Anfang machen wir mit einer Vorstellung dessen, wofür sie stehen und warum Deutschland mehr junge Gründer:innen braucht.
Mehr als ein Netzwerk: Was wir jungen Gründer:innen bieten
Wann hattest du deine beste Idee? Wahrscheinlich nicht am Schreibtisch. Sondern im Gespräch mit Freund:innen, in einer Vorlesung oder auf einem Event, wo man mit einer fremden Person ins Reden kommt. Aus einem Austausch wird eine Idee, aus einer Idee manchmal sogar ein Startup.
Aber genau an diesem Punkt steigen viele wieder aus. Es wirkt unmöglich ohne Kapital, ohne Berufserfahrung und ohne Sicherheiten zu gründen. Wie kann man erste Kontakte in die Startup Community knüpfen, wenn man gar nicht weiß, wo man anfangen soll?
Wer nicht weiß, wo die Startup Community überhaupt anfängt, findet den Einstieg oft gar nicht. Förderprogramme und Events gibt es in Deutschland zwar genug, aber die Hürden wirken oft höher, als sie sind. Das bremst genau die Ideen aus, die wir gerade am dringendsten brauchen.
Hier setzen wir an.
Community statt LinkedIn-Kontaktliste
Wir sind das Young Founders Network (YFN), eine gemeinnützige Community mit über 2.000 Mitgliedern unter 25. Unser Ziel ist simpel: den Einstieg ins Entrepreneurship so leicht wie möglich machen. Egal, ob jemand schon gegründet hat oder gerade erst die erste Idee mit sich herumträgt.
Networking heißt bei uns nicht, Profile auszutauschen und danach nie wieder voneinander zu hören. Wir bringen Menschen zusammen, die an denselben Themen arbeiten, damit sie sich gegenseitig weiterbringen. Dafür haben wir themenbezogene Austauschgruppen, etwa zu Robotics, E-Commerce oder Design.
Von jungen Menschen für junge Menschen
Das Besondere am YFN: Wir werden von Menschen geleitet, die selbst mittendrin stehen. Unser ehrenamtlicher Vorstand besteht aus fünf Bereichen, jeweils von einem Vorstandsmitglied verantwortet: Nils Heck (Partnerships), Navid Mosaffari (Marketing), Luca Kammerer (Operations), Katharina Zieße Suari (Education) und Sophia Sowa (Community). Keine Generation, die über junge Gründer:innen spricht – sondern eine, die selbst zu ihnen gehört.
Was wir konkret bieten
Austausch allein baut kein Unternehmen. Deshalb geben wir unseren Mitgliedern die Werkzeuge an die Hand, mit denen aus einer Idee ein echtes Startup wird:
- Crashkurs Bürokratie: Verständliche Tutorials, die den Papierkram entwirren – von der ersten Anmeldung bis zu den Fragen, an denen viele Gründer:innen sonst hängenbleiben.
- Incubator: Begleitung für alle, die ihre Idee ernsthaft aufbauen wollen. Strukturiert, mit Feedback und den richtigen Leuten an der Seite.
- Rechtliche Unterstützung: Zugang zu Ansprechpartner:innen für die juristischen Fragen, die beim Gründen unweigerlich auftauchen.
- Startup in School: Unser Programm, mit dem wir unternehmerische Bildung an Schulen in ganz Deutschland bringen – weil Gründergeist früh anfängt.
Dazu kommen über unsere Partnerschaften kostenlose oder vergünstigte Tools, die den Start eines Unternehmens spürbar erleichtern.
Lokale Chapter: Community vor der Haustür
Unser Austausch findet nicht nur online statt. Über unsere lokalen Chapter schließen sich Mitglieder der Gründerszene in ihrer Stadt an und lernen sie direkt vor Ort kennen. Ob München, Stuttgart, Berlin, Münster, Frankfurt, Hamburg, Mannheim, Karlsruhe – und viele Städte mehr: Unsere Chapter veranstalten regelmäßig Meetups, Workshops und Events, bei denen Schüler:innen, Studierende, Azubis und junge Berufstätige auf Investor:innen und Mentor:innen aus der Region treffen.
So entstehen Kontakte, die das lokale Ökosystem stärken und aus denen echte Projekte werden.
Vom Meetup bis zur Conference
Die lokalen Meetups sind nur der Anfang. Mehrmals im Jahr bringen wir das gesamte Netzwerk zusammen. Im Mittelpunkt stehen dann nicht die Vorträge, sondern die Gespräche dazwischen.
Unser Höhepunkt ist die Young Founders Conference (YFC): rund 1.000 junge Gründer:innen, Investor:innen und Unternehmer:innen aus ganz Europa an einem Ort. Keynotes, Workshops, Gespräche auf Augenhöhe – vor allem aber der Raum, die eigenen Ideen und sich selbst weiterzuentwickeln.
Mut braucht einen Ort
Deutschland braucht mehr Menschen, die gründen. Mehr Kapital und neue Technologien allein reichen dafür nicht. Es braucht Räume, in denen junge Talente zusammenkommen, größer denken und den Mut finden, den Schritt ins Ungewisse zu wagen. Ein Beispiel war das YFN 10.0 in Leipzig. Wenn das ganze Netzwerk zusammenkommt, zählen vor allem die Gespräche zwischen den Programmpunkten.
Wenn du nicht nach dem Motto „erst mal was Sicheres“ leben willst, bist du bei uns richtig.

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