Industrial AI

ClearOps sichert sich 8,6 Millionen Euro Series A

Das Münchner Unternehmen vernetzt Hersteller, Händler und Maschinen auf einer zentralen Plattform. Man möchte damit Ausfallzeiten reduzieren und Serviceprozesse autonom orchestrieren.
News von Marc Nemitz Marc Nemitz · München, 21. Mai 2026

ClearOps hat eine Series-A-Finanzierung über 8,6 Millionen Euro abgeschlossen. Die Runde wird von Hitachi Ventures angeführt und von der Schoeller Group sowie der Barkawi Group begleitet.

Mit dem frischen Kapital will das Unternehmen seine KI-Plattform für industrielle Service- und Ersatzteilprozesse international skalieren und sich als zentrale Infrastruktur für globale Aftersales-Netzwerke positionieren.

Ein Milliardenproblem hinter industriellen Ausfallzeiten

Wenn Maschinen stillstehen, entstehen oft hohe wirtschaftliche Schäden. Dennoch arbeiten viele industrielle Service- und Ersatzteilnetzwerke weiterhin mit fragmentierten IT-Systemen, manuellen Prozessen und isolierten Datenstrukturen. Die Folgen reichen von verzögerten Reparaturen bis hin zu längeren Produktionsausfällen und unzufriedenen Kunden.

Die Firma entwickelt eine KI-gestützte Plattform, die Hersteller, Händler, Servicepartner und Maschinen auf einer zentralen Infrastruktur miteinander verbindet. Dabei ersetzt ClearOps bestehende Systeme nicht vollständig, sondern orchestriert Daten und Prozesse über bestehende IT-Landschaften hinweg.

Die Plattform unterstützt unter anderem:

▪️ intelligente Ersatzteilplanung
▪️ präzisere Nachfrageprognosen
▪️ Echtzeit-Koordination von Serviceprozessen
▪️ Automatisierung operativer Abläufe im After Sales

Nach Unternehmensangaben arbeitet ClearOps bereits mit Tausenden Händlern und Millionen vernetzter Maschinen weltweit. Zu den Kunden zählen Industrieunternehmen wie AGCO, Jungheinrich, Terex und Lippert.

Autonome Service- und Supply-Chain-Netzwerke

Das langfristige Ziel geht über klassische Service-Software hinaus. ClearOps will industrielle Servicenetzwerke zunehmend autonom organisieren, unterstützt durch KI-gestützte Vorhersagen und automatisierte Prozesssteuerung.

William Barkawi, Gründer und CEO von ClearOps, sagt:

Wir glauben, dass die Zukunft den Unternehmen gehört, die Probleme nicht mehr nur lösen, sondern frühzeitig vorhersagen und Prozesse in Echtzeit koordinieren und automatisieren.

William Barkawi, Gründer und CEO von ClearOps

Die Vision des Unternehmens: globale Maschinenflotten mit minimalen Ausfallzeiten durch intelligente Service- und Ersatzteilnetzwerke zu betreiben.

Investoren sehen strukturellen Wandel im industriellen Aftersales

Die Investoren positionieren ClearOps als Infrastrukturplayer in einem Markt, der zunehmend durch Digitalisierung, Vernetzung und KI transformiert wird.

Hitachi Ventures verweist insbesondere auf den steigenden Bedarf an intelligenten Plattformen im industriellen Servicebetrieb. Die Schoeller Group sieht großes Potenzial in der Echtzeit-Koordination globaler Service- und Lieferketten. Die Barkawi Group begleitet ClearOps bereits seit der Frühphase und bringt operative Expertise im Bereich After Sales und Service-Supply-Chains ein.

Ausbau von KI, Vertrieb und internationaler Präsenz

Mit der Series-A-Finanzierung plant ClearOps:

▪️ internationale Expansion
▪️ Ausbau der Go-to-Market- und Vertriebsteams
▪️ stärkere Integration in industrielle Ökosysteme
▪️ Weiterentwicklung KI-basierter Automatisierungsfunktionen

Besonders im Fokus stehen Systeme, die nicht nur Bedarfe prognostizieren, sondern Service- und Ersatzteilprozesse zunehmend eigenständig koordinieren können.

Der industrielle After-Sales-Service zählt seit Jahren zu den profitabelsten Bereichen vieler OEMs, gleichzeitig aber auch zu den am wenigsten modernisierten.
Je stärker Maschinen vernetzt und globale Serviceketten komplexer werden, desto wichtiger wird eine zentrale Plattform, die Daten, Prozesse und operative Entscheidungen in Echtzeit orchestriert. Vielleicht hat ClearOps hier einen echten Sweetspot gefunden.


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