Arbeitsminister Heil besucht Gorillas-Beschäftigte

Die Gorillas-Mitarbeitenden zeigen sich nach dem Treffen enttäuscht. Heil erklärt, sich in die Arbeitskämpfe nicht einmischen zu können.

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) hat am Dienstag Beschäftigte des Liefer-Start-ups Gorillas besucht. Zusammen unterhielten sie sich etwa eine halbe Stunde an einem Fußballkäfig in Berlin-Kreuzberg, in unmittelbarer Nähe zum örtlichen Gorillas-Lager. „Ich kann mich als Arbeitsminister nicht unmittelbar in Arbeitskämpfe einschalten, aber ich kann mich informieren“, sagte Heil. Er sei „persönlich interessiert“ an dem Fall Gorillas. Gleichzeitig sprach er sich gegen sachgrundlose Befristungen aus und rief die Arbeitenden auf, sich klassischen Gewerkschaften anzuschließen.

Gorillas-Arbeitende streiken seit Anfang Juni immer wieder, nachdem ein Kollege offenbar ohne Vorwarnung gefeuert wurde. Organisiert werden die Arbeitskämpfe vom Gorillas Workers Collective, das sich bisher weigert, mit der zuständigen Gewerkschaft Verdi zusammenzuarbeiten. „Die Gewerkschaften unterstützen uns, aber sie wollen das Risiko unserer Streiks nicht mittragen", sagte Jakob Pomeranzev vom Collective der Deutschen Presse Agentur. Beschäftigte versuchen aktuell einen Betriebsrat zu gründen. Im Gespräch mit Heil bemängelten sie, dass Gorillas sie dabei behindere. Weitere Punkte im Gespräch waren fehlende Ausrüstung und ein mangelnder Arbeitsschutz.

Nachdem Gespräch mit Heil zeigten sich die Gorillas-Beschäftigten enttäuscht. Sie hätten erwartet, dass der Minister sie in ihrem Streik unterstütze, sagte Pomeranzev der Deutschen Presse Agentur. Konkret wurde Heil nur, als er ankündigte, sich an den Berliner Senat wenden zu wollen.  Zuvor hatte Heil auch mit Gorillas gesprochen, allerdings nicht mit Gründer und CEO Kagan Sümer, sondern mit Marc Hansell, der General Counsel bei Gorillas ist. Heil sprach danach von „Verbesserungsbedarf“ bei dem Start-up, schreibt Gründerszene. Gorillas hingegen bedankte sich für das konstruktive Gespräch und die Einladung. Das Start-up betonte erneut, es unterstütze die Bemühungen der Arbeitenden. einen Betriebsrat gründen zu wollen. 


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