DeepTech

ParityQC erreicht neuen Rekord im Quantencomputing

ParityQC verdoppelt QFT-Benchmark auf 52 Qubits. Gemeinsam mit IBM setzt das Startup neuen Maßstab für skalierbare Quantenalgorithmen.
News von Marc Nemitz Marc Nemitz · Hamburg, 23. April 2026

Das Hamburger Quantencomputing-Startup ParityQC hat einen neuen Benchmark gesetzt. Gemeinsam mit IBM wurde die bislang größte jemals gemessene Quanten-Fourier-Transformation (QFT) realisiert. Die Demonstration lief auf einem IBM-Quantenprozessor der Heron-Serie und verarbeitete 52 supraleitende Qubits. Dies ist nahezu eine Verdopplung gegenüber dem bisherigen Rekord von 27 Qubits.

Meilenstein für die Skalierung von Quantencomputern

Die Quanten-Fourier-Transformation gilt als zentraler Algorithmus im Quantencomputing mit Anwendungen unter anderem in Kryptografie, Finanzmodellen und Materialforschung. Der neue Benchmark zeigt, dass sich die Leistungsfähigkeit von Quantencomputern weiterhin schnell entwickelt und sich die Technologie zunehmend von der Forschung hin zur industriellen Nutzung bewegt.

Architektur als Schlüssel zum Fortschritt

Ein entscheidender Faktor für den Fortschritt ist die sogenannte Parity-Twine-Architektur von ParityQC. Sie reduziert die Komplexität von Quantenberechnungen erheblich, indem sie die Anzahl notwendiger Rechenschritte und Fehlerquellen minimiert.

Was wir hier erleben, ist, dass die europäische Quanteninnovation weltweit eine Vorreiterrolle dabei einnimmt, theoretisches Potenzial in reale Leistung umzusetzen.

Magdalena Hauser, Co-CEO ParityQC

Insbesondere verzichtet der Ansatz auf sogenannte SWAP-Gatter, die in vielen Systemen zu zusätzlichem Overhead und Ungenauigkeiten führen. Laut Unternehmen skaliert die Effizienz der Architektur exponentiell mit der Anzahl der Qubits. Dadurch lassen sich komplexe Algorithmen schneller und präziser ausführen.

Quantencomputing entwickelt sich zunehmend zu einem skalierbaren Industriezweig. Ähnlich wie das Moore’s Law einst die klassische Computerindustrie geprägt hat, könnte auch im Quantenbereich eine Phase exponentiellen Wachstums beginnen.

Breites Anwendungspotenzial

Die Fortschritte eröffnen vielfältige Einsatzmöglichkeiten:

  • Simulation komplexer Moleküle für die Wirkstoffentwicklung
  • Optimierung von Finanzportfolios und Risikomodellen
  • Analyse neuer Materialien

Dieser Meilenstein war nur durch die Synergie von IBMs neuester Quantenhardware und der ParityQC-Architektur möglich, die eine exponentielle Effizienzsteigerung ermöglicht

Wolfgang Lechner, Co-CEO ParityQC

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