Start-up-Szene ist akademisch und männlich

Ergebnisse des Deutschen Start-up Monitor zeigen: Viele Gründer haben ihre ersten Unternehmensideen an Hochschulen. Frauen sind in der Szene jedoch weiter unterrepräsentiert.

An den Hochschulen herrscht Gründerspirit: 85 Prozent der Gründer haben laut dem neu veröffentlichen Deutschen Start-up Monitor einen akademischen Hintergrund. Besonders häufig haben sie Studienabschlüsse in BWL, VWL oder Ingenieurwissenschaften. Über 36 Prozent der Gründerteams lernen sich sogar beim Besuch einer Universität oder Hochschule kennen.

„Entrepreneurship muss in die DNA der Hochschulen eingehen“, sagt Tobias Kollmann vom Lehrstuhl für Digital Business und Digital Entrepreneurship der Universität Duisburg-Essen bei der Pressekonferenz zum Deutschen Start-up Monitor, bei dem auch Startbase anwesend war. Kollmann schlägt vor, Entrepreneurship-Veranstaltungen an Hochschulen zu fördern und ein „Gründer-Dating“ anzubieten, bei dem sich Studierende mit Gründungsideen gegenseitig kennenlernen können. Schließlich werden 8,7 Prozent der Start-ups von Hochschulen ausgegründet, weitere 15,7 Prozent werden von den Bildungseinrichtungen in der Gründungsphase unterstützt.

Doch auch wenn der Anteil an Männern und Frauen an Hochschulen etwa gleich ist: Der Gründerinnenanteil in deutschen Start-ups ist nach wie vor gering. Zwar hat sich der Anteil von 15,9 Prozent im Jahr 2020 auf 17,7 Prozent erhöht. Trotzdem sei es noch ein weiter Weg, sagt Franziska Teubert vom Start-up-Verband. „Das Ziel muss ein Frauenanteil von 50 Prozent sein“, sagt sie. Dafür brauche es auch mehr staatliche Förderinstrument und Studentinnen in den MINT-Fächern. Schulen sollten dafür stärker Mädchen fördern und sie für MINT-Fächer begeistern.

Zudem nimmt die Bedeutung von Start-ups für den deutschen Arbeitsmarkt weiter zu: durchschnittlich beschäftigt jedes Start-up 17,6 Personen. 91,6 Prozent der befragten Start-ups planen, innerhalb der nächsten zwölf Monate weitere Mitarbeiter einzustellen. „Den Corona-Schock hat die Branche überwunden“, so Kollmann.

Der Deutsche Start-up Monitor wird jedes Jahr von dem Wirtschaftsprüfer PWC, dem Bundesverband Deutsche Start-ups und der Universität Duisburg-Essen herausgegeben. Mehr als 2000 Start-ups haben sich in diesem Jahr an der Befragung beteiligt. Die Ergebnisse sind nicht repräsentativ, bilden aber einen großen Teil der deutschen Start-up-Branche ab.


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