techfactory Hannover eröffnet ersten Startup-Standort in der Hüttenstraße
Mit einem neuen Pop-up-Officespace in Hannover-Vahrenwald nimmt die techfactory Hannover ihren Betrieb an einem ersten eigenen Standort auf. Das Gründer- und Technologiezentrum der Region Hannover bietet Startups flexible Büroflächen und Unterstützung bei ihrer Weiterentwicklung. Drei der vier verfügbaren Büroeinheiten sind bereits vermietet. Langfristig sind zwei größere Innovationsstandorte in Garbsen und der hannoverschen Nordstadt geplant.
Nach mehreren Jahren der Planung hat die techfactory Hannover ihre ersten Räumlichkeiten in der Hüttenstraße 22B eröffnet. Der Standort soll jungen Unternehmen nicht nur Arbeitsplätze bieten, sondern auch als Anlaufstelle für den Austausch mit anderen Gründern, etablierten Unternehmen und Unterstützern aus dem regionalen Innovationsökosystem dienen.
Zur Einweihung begrüßte techfactory-Geschäftsführer Gordon Hünies Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Startup-Szene. Niedersachsens Ministerin für Europa und Regionale Landesentwicklung, Melanie Walter, bezeichnete die Eröffnung als „Beginn für was richtig Großes“.
Erste Startups sind bereits eingezogen
Der neue Standort verfügt über vier Büroeinheiten, von denen drei bereits an junge Unternehmen vergeben sind. Die Räumlichkeiten bieten flexible Arbeitsmöglichkeiten und sollen den Austausch zwischen den ansässigen Teams erleichtern.
Zu den ersten Mietern gehört die DiB GmbH, die sich auf Drohneninspektionen in Innenräumen spezialisiert hat. Ebenfalls eingezogen ist Morgenraum, ein Unternehmen mit Schwerpunkt auf Stadtentwicklung.
Mit Kollektiv siebzehn ist zudem eine Sozialagentur vertreten, die sich mit der Gestaltung und dem gesellschaftlichen Miteinander im öffentlichen Raum beschäftigt.
Die unterschiedlichen Tätigkeitsfelder der ersten Mieter zeigen, dass die techfactory nicht ausschließlich auf klassische Software- oder Technologiegründungen ausgerichtet ist. Vielmehr sollen Unternehmen mit verschiedenen innovativen Geschäftsmodellen und Entwicklungsansätzen zusammenkommen.
Zusammenarbeit mit der lokalen Gründerszene
Ein wichtiger Bestandteil des Standorts ist seine Einbindung in das bestehende Umfeld der Hüttenstraße.
In unmittelbarer Nachbarschaft befindet sich die Initiative Hüttenstraße, die ehemalige Speditionshallen auf dem Industriegelände nutzt. Dort haben sich bereits verschiedene kreative Projekte und junge Unternehmen angesiedelt.
Zwischen beiden Einrichtungen soll sich eine Verbindung ergeben, von der insbesondere Gründer in unterschiedlichen Entwicklungsphasen profitieren können.
Benjamin Grudzinski von der Initiative Hüttenstraße sieht darin eine Möglichkeit, jungen Unternehmen zunächst einen niedrigschwelligen Einstieg zu ermöglichen. Wenn sich ihre Projekte weiterentwickeln, könnten sie anschließend die Angebote der benachbarten techfactory nutzen.
Für die techfactory steht dabei die Unterstützung auf dem Weg von der Geschäftsidee zum marktfähigen Unternehmen im Mittelpunkt. Neben Arbeitsflächen sollen Vernetzung, fachliche Begleitung und der Zugang zu wirtschaftlichen Partnern eine zentrale Rolle spielen.
Größerer Standort in Garbsen ab 2029 geplant
Die Eröffnung in Hannover-Vahrenwald ist allerdings nur ein erster Schritt beim Aufbau der techfactory.
Ein wesentlich größeres Vorhaben entsteht mit dem ONE TechCampus Garbsen in unmittelbarer Nähe zum Campus Maschinenbau der Leibniz Universität Hannover.
Auf einem rund 62.000 Quadratmeter großen Areal soll ein neuer Technologiepark mit fünf flexibel nutzbaren Produktions-, Forschungs- und Entwicklungsgebäuden entstehen.
Bauherr ist die asto Group, die das Projekt gemeinsam mit der Region Hannover und der Stadt Garbsen entwickelt hat.
Der Spatenstich ist für das erste Halbjahr 2027 vorgesehen. Die Fertigstellung des ersten Bauabschnitts ist für Anfang 2029 geplant.
Die techfactory wird Hauptmieter des Technologieparks und soll dort mehr als 4.600 Quadratmeter Fläche nutzen.
Verbindung von Forschung, Startups und Mittelstand
In Garbsen soll ein Innovationsumfeld entstehen, das besonders auf die Zusammenarbeit zwischen jungen Technologieunternehmen, studentischen Gründungsteams und etablierten Industriebetrieben ausgerichtet ist.
Geplant sind neben Büroflächen auch Werkstätten sowie flexible Räume für Besprechungen und Workshops. Eine sogenannte Lernarena soll Veranstaltungen und Kongresse ermöglichen.
Die Nähe zum Maschinenbau-Campus der Leibniz Universität bietet dabei die Möglichkeit, wissenschaftliche Forschung und industrielle Anwendung enger miteinander zu verbinden.
Auch mittelständische Unternehmen sollen sich auf dem Gelände ansiedeln können. Ergänzend sind studentische Wohnangebote und ein Parkhaus vorgesehen.
Damit soll der Technologiepark über ein klassisches Gründerzentrum hinausgehen und unterschiedliche Phasen der Unternehmensentwicklung abdecken.
Weiterer Innovationsstandort in der Nordstadt
Parallel zum Vorhaben in Garbsen entwickelt die techfactory einen weiteren Standort auf dem Gelände des ehemaligen Nordstadtkrankenhauses in Hannover.
Dort soll ein Innovationszentrum mit den Schwerpunkten Künstliche Intelligenz, Cybersicherheit und Biotechnologie entstehen.
Bis 2034 sollen insgesamt zehn nicht mehr benötigte Klinikgebäude schrittweise zu Büro- und Laborflächen für studentische Gründer, technologieorientierte Startups und forschungsnahe Unternehmen umgebaut werden.
Der jetzt eröffnete Pop-up-Standort in der Hüttenstraße übernimmt dabei auch eine vorbereitende Funktion. Dort sollen Nutzungskonzepte und technische Ausstattung erprobt werden, die später an den größeren Standorten eingesetzt werden könnten.
Schrittweiser Aufbau eines regionalen Startup-Netzwerks
Mit der Eröffnung in Hannover-Vahrenwald wird die techfactory erstmals als konkreter Arbeits- und Entwicklungsort für junge Unternehmen sichtbar.
Während der Standort in der Hüttenstraße zunächst überschaubare Büroflächen bereitstellt, sind die geplanten Einrichtungen in Garbsen und der Nordstadt auf eine deutlich größere Zahl von Gründungen und technologieorientierten Unternehmen ausgerichtet.
Der Aufbau erfolgt dabei über mehrere Jahre. Während die ersten Räume bereits genutzt werden, sollen die größeren Standorte ab 2029 beziehungsweise bis 2034 schrittweise entstehen.
Für die Region Hannover entsteht damit die Möglichkeit, unterschiedliche Gründungsphasen stärker miteinander zu verbinden: vom ersten Arbeitsplatz für junge Teams über die Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen bis hin zur Entwicklung marktfähiger Technologien für Industrie und Mittelstand.

Newsletter
Startups, Geschichten und Statistiken aus dem deutschen Startup-Ökosystem direkt in deinen Posteingang. Abonnieren mit 2 Klicks. Noice.
LinkedIn ConnectFYI: English edition available
Hello my friend, have you been stranded on the German edition of Startbase? At least your browser tells us, that you do not speak German - so maybe you would like to switch to the English edition instead?
FYI: Deutsche Edition verfügbar
Hallo mein Freund, du befindest dich auf der Englischen Edition der Startbase und laut deinem Browser sprichst du eigentlich auch Deutsch. Magst du die Sprache wechseln?