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Lytt

Maria Müller
Maria Müller
Jun '19

Warum habt ihr euer Start-Up gegründet, welches Problem sprecht ihr an und wie löst ihr es?

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Jedes Jahr erlebt einer von fünf Angestellten Mobbing, Diskriminierung oder Belästigung am Arbeitsplatz. Mehr als die Hälfte der Betroffenen äußert sich nicht, weil sie Vergeltungsmaßnahmen befürchten. Unser Ziel bei Lytt ist es, die Mitarbeiter dabei zu unterstützen, sich selbstbewusst zu äußern und den Unternehmen dabei zu helfen, den Arbeitsplatz gesünder, fairer und integrativer zu gestalten. Als digitaler Assistent ermöglicht es Lytt den Mitarbeitern, schwierige Themen (z. B. Voreingenommenheit, Belästigung, Diskriminierung oder Fragen der psychischen Gesundheit) anzusprechen und auf sichere und anonyme Weise Hilfe zu erhalten.

Wie kamt ihr auf die Idee, euer Start-Up zu gründen?

Aufgrund eines persönlichen Vorfalls bei der Arbeit von Lara, unserer Mitbegründerin, haben wir uns näher mit dem Thema Belästigung beschäftigt. Wir haben dann untersucht, wie wir Unternehmen beim Aufbau von Strukturen unterstützen können, damit die Betroffenen ohne Angst vor Benachteiligung Hilfe bekommen können.

Was ist das Besondere an eurem Geschäftsmodell, was macht ihr anders?

Wir haben den ersten digitalen Assistenten entwickelt, der anonyme Kommunikation im Bereich zwischenmenschlicher Konflikte und psychischer Gesundheitsfragen anbietet. Wir verwenden die Verarbeitung natürlicher Sprache in einer Chatbot-Umgebung, um eine hervorragende Benutzererfahrung zu bieten. Darüber hinaus sind wir der einzige Anbieter, der anonyme Meldungen als Progressive-Web-App ohne Speicherung von IP-Adressen anbietet.

Welches waren die größten Herausforderungen, die ihr zu Beginn bewältigen musstet?

Eine unserer größten Herausforderungen war es, konzentriert und geduldig zu bleiben. Zum Beispiel haben wir am Anfang einen NLP-basierten Wizard entwickelt, der technisch sehr ansprechend war, aber wir mussten erkennen, dass wir in die klassische "Over-Engineering"-Falle getappt waren. Also mussten wir ein paar Schritte zurücktreten, mit Kunden reden und herausfinden, welche Lösung wirklich einen Mehrwert bringt.

Was war der wertvollste Rat, den dir jemand während deiner Gründungsphase gegeben hat?

Du weißt nichts, bis du mit 100 Kunden gesprochen hast.

Was war bisher euer größter Erfolg?

Der größte Erfolg bis jetzt ist die Zustimmung zu unserer Lösung durch Sponsoren, Partner und Kunden. Wir freuen uns über ein Stipendium des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie und des Europäischen Sozialfonds. Außerdem sind wir erst seit wenigen Monaten auf dem Markt und haben bereits namhafte Kunden wie die Bertelsmann Stiftung gewonnen.

Was die nächste Herausforderung für Euch?

Die größte Herausforderung im B2B-Bereich sind nach wie vor die langsamen Verkaufsprozesse bei Großunternehmen. Wir arbeiten daher daran, unsere Prozesse so weit wie möglich zu straffen und zu optimieren.

Warum seid ihr auf Startbase?

Weil es für uns eine großartige Plattform ist, um Transparenz in unserem Geschäftsmodell zu erreichen. Wir sind immer auf der Suche nach Unternehmen, die Lytt nutzen wollen, um ihre Geschäftszufriedenheit und -gesundheit zu verbessern, oder nach Investoren, die an uns und das Potenzial unserer Lösung glauben.

Was würdet ihr anderen Gründern empfehlen?

Als ein vielfältiges Gründerteam empfehlen wir, beim Start eines Projekts auf Vielfalt zu achten. Schließlich ist es erwiesen, dass vielfältige Teams innovativer und erfolgreicher sind.

Wo habt ihr euch kennengelernt?

Wir haben zusammen an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster studiert. Dort haben wir gemeinsam an internationalen Fallstudienwettbewerben rund um den Globus teilgenommen und eine studentische Initiative gegründet, die heute den größten studentischen Fallstudienwettbewerb in Europa organisiert.

Was ist seit eurer Gründung wirklich schief gelaufen?

Zum Glück ist unser bisher größter Misserfolg eher eine Anekdote: Als wir auf dem Weg zu unserer zweiten HR-Messe überhaupt waren, saßen wir am Flughafen und diskutierten recht lebhaft über eine strategische Entscheidung. Wir vergaßen die Welt um uns herum - und kamen in der Boardingzone an, als sich das Gate gerade geschlossen hatte. Na ja, besser ein verpasster Flug als eine verpasste Gelegenheit!

Nehmen wir an, ihr seid für einen Tag Bürgermeister von Münster, was würdet ihr ändern?

Natürlich würden wir eine Geschlechterparität im Stadtrat anstreben.


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