Gorillas-Bosse wollen Betriebsratswahl nicht anfechten

In den vergangenen Wochen stritten sich Gorillas-Mitarbeitende mit ihrer Führungsetage in den sozialen Netzwerken, sie protestieren immer noch gegen die Arbeitsbedingungen beim Start-up. Jetzt spricht der General Manager für Deutschland. 

Gorillas will nicht gegen die Wahl des Wahlvorstandes seiner Mitarbeitenden vorgehen, wie General Manager für Deutschland Alexander Brunst gegenüber Gründerszene erklärt: „Wir werden die Wahl aber nicht anfechten, weil wir mit unseren Ridern immer kollaborative Lösungsansätze suchen“, sagt Brunst. Außerdem sei man „im Austausch mit dem Gremium für die Betriebsratswahlen“, um gemeinsam an Lösungen für die Kritik der Mitarbeitenden zu arbeiten.

Anfang des Monats wählten die Berliner Gorillas-Mitarbeitenden einen Wahlvorstand, der im zweiten Schritt die Betriebsratswahl organisiert. Nicht alle Arbeitnehmenden konnten wählen, da es eine Ausschlussliste von Namen gab, die nach Aussage der Organisatoren wohl Personalverantwortung innehielten. Auch gesetzlich sind Führungskräfte vom Betriebsrat ausgeschlossen. Gorillas selbst hielt dagegen: Wie Brunst im Interview mit Gründerszene schildert, stand beispielsweise ein Praktikant auf der Liste, der Zugang zum Headquarter von Gorillas habe, der aber „nicht als Teil des Managements“ anzusehen ist.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Gorillas kritisieren beispielsweise die sechsmonatige Probezeit, in der Kündigungen ausgesprochen werden können. Die Verträge bei Gorillas werden meist nur für ein Jahr abgeschlossen und viele der Kuriere arbeiten wegen der hohen Belastung nicht lange bei dem Unternehmen. Brunst erklärt, dass diese Probezeit „ein gesetzlicher Standard“ sei. 

Außerdem kritisierten die Mitarbeitenden die Arbeitsbedingungen wie beispielsweise die  fehlende Winterkleidung bei Minusgraden und aktuell die fehlenden Klimaanlagen in den Warenlagern. Brunst sagte, in „70 Prozent unserer Warehouses haben wir jetzt Klimaanlagen und in den verbleibenden sind wir dabei, diese nachzurüsten”. Seine Begründung überrascht: “Dass jetzt so eine große Hitze schon im Juni kommt, damit konnten wir bedauernswerterweise nicht rechnen…”. 

Auf Twitter teilte das Gorillas Workers Collective, ein anonymer Zusammenschluss von Kurieren, die Information, dass bei über 30 Grad sowohl in Hamburg als auch Berlin Warenhäuser ohne Klimaanlage betrieben werden.


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