FYI: English edition available

Hello my friend, have you been stranded on the German edition of Startbase? At least your browser tells us, that you do not speak German - so maybe you would like to switch to the English edition instead?

Go to English edition Hide this message

FYI: Deutsche Edition verfügbar

Hallo mein Freund, du befindest dich auf der Englischen Edition der Startbase und laut deinem Browser sprichst du eigentlich auch Deutsch. Magst du die Sprache wechseln?

Deutsche Edition öffnen Diesen Hinweis ausblenden

„Nutzlos“ und „Praxisfern“: Kritik am neuen Gesetz zur Mitarbeiterbeteiligung

Am Mittwoch hat das Bundeskabinett den Gesetzesentwurf beschlossen. Nun mehrt sich die Kritik von Branchenvertretern.

Das Bundeskabinett hat den Entwurf zum Fondsstandortgesetz (FoG) beschlossen. Dadurch soll künftig die Verwaltung von Wagniskapitalfonds von der Umsatzsteuer befreit werden. Der steuerliche Freibetrag für Mitarbeiterbeteiligungen soll sich dann auf 720 Euro verdoppeln. Wenn Mitarbeiter an Start-ups beteiligt werden, will der Bund die Gewinne erst nach zehn Jahren oder bei einem Arbeitgeberwechsel besteuern. Bisher müssen Vorteile aus einer solchen Beteiligung direkt versteuert werden.

„Deutschland wird attraktiver und wettbewerbsfähiger als Fondsstandort“, sagt Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD). „Wichtig ist mir, dass die Beschäftigten auch am Erfolg der Unternehmen teilhaben können.“

Harsche Kritik am Gesetz kommt aber von Branchenvertretern. Auf Twitter schreibt Christian Miele, Präsident des Start-up-Verbands: „Der Vorschlag von Olaf Scholz wird ein Rohrkrepierer wie er im Buche steht. Nutzlos. Praxisfern. Einfach untauglich.“ Ihm gehen die Vorschläge nicht weit genug. Auch Bitkom-Präsident Achim Berg kritisiert das neue Gesetz. „Davon werden zu wenige Startups profitieren, es bleiben zu viele steuerliche Risiken für die Mitarbeiter und die steuerlichen Freibeträge sind deutlich zu niedrig und mit zu großen Einschränkungen versehen“, schreibt er in einer Mitteilung. Genau wie Miele kritisiert auch Berg den zu geringen Steuerfreibetrag. „Wenn wir im internationalen Wettbewerb bestehen wollen, brauchen wir einen Freibetrag von mindestens 5.000 Euro“, schreibt Berg. 

Die Union kündigte an, im Bundestag nachzuschärfen. „Rücksprachen mit den Betroffenen lassen vermuten, dass der Gesetzentwurf nicht weit genug geht“, schreibt Antje Tillmann (CDU), finanzpolitische Sprecherin der CDU/CSU-Fraktion. „Im parlamentarischen Verfahren werden wir uns dafür einsetzen, dass Deutschland regulatorisch mit anderen Standorten mitkonkurrieren kann.“ Als nächstes wird das Gesetz im Bundestag beraten.


Christian Miele Fondsstandortgesetz mitarbeiterbeteiligung Olaf Scholz
Like it? Please spread the word:
Tom Schmidtgen
Tom Schmidtgen
21.01.2021

Newsletter

Startups, Stories und Statistiken direkt in dein Postfach. Mit 2 Klicks abonnieren. Noice.

LinkedIn Connect

Take care, give care

Hat dich diese News informiert oder unterhalten? Dann würden wir uns freuen, wenn du deinem Netzwerk davon erzählst.

Auf Linkedin teilen Auf Facebook teilen Auf Xing teilen

Similar posts