Startups

Startupnews zum Wochenende KW 45/26

124 Millionen Euro für elektrische Flugzeuge, 80 Millionen Dollar für ein Berliner Fintech und 200 Millionen Euro für neue DeepTech-Startups. Die Finanzierungs- und Investitionsmeldungen dieser Woche haben es in sich. Dazu kommen mehrere Übernahmen, erfolgreiche Exits und spannende Entwicklungen aus der europäischen Gründerszene zum Wochenende.
News von Marc Nemitz Marc Nemitz · München, 06. November 2026

Funding & VC

VÆRIDION sichert sich über 124 Millionen Euro für elektrische Regionalflugzeuge

Das Münchner Luftfahrt-Startup VÆRIDION hat eine Series-A2-Finanzierungsrunde über 30 Millionen Euro abgeschlossen und wurde zusätzlich für eine EU-Förderung von 94,5 Millionen Euro ausgewählt. Die Finanzierungsrunde wurde von SHIFT Invest und Invest-NL angeführt. Weitere Investoren sind World Fund, Project A, Vsquared Ventures und Alexander Rittweger. Mit dem Kapital will VÆRIDION den ersten zulassungskonformen Prototyp seines vollelektrischen Regionalflugzeugs Microliner entwickeln. Das Flugzeug soll neun Passagiere über eine Strecke von bis zu 400 Kilometern transportieren können. Die EU-Förderung ist für den Aufbau einer industriellen Endmontage am Flughafen Oberpfaffenhofen vorgesehen, steht allerdings noch unter dem Vorbehalt eines Fördervertrags. Nach Unternehmensangaben liegen bereits Abnahmeabsichten für mehr als 130 Flugzeuge mit einem Gesamtwert von über 730 Millionen Euro vor.

Stage Two: Hochschul-Startups sammeln mehr als 300 Millionen Euro ein

Die Initiative Stage Two der HHL Leipzig Graduate School of Management und der RWTH Aachen University hat erstmals eine Bilanz ihrer bisherigen sechs Wettbewerbsjahrgänge veröffentlicht. Demnach haben die knapp 300 teilnehmenden Hochschul-Startups seit 2021 mindestens 300 Millionen Euro an Kapital und Fördermitteln eingeworben. Davon entfallen mehr als 200 Millionen Euro auf Investitionen und rund 90 Millionen Euro auf öffentliche Fördermittel. Über drei Viertel der Startups erhielten eine Finanzierung, wobei mehr als zwei Drittel des Kapitals erst nach der Wettbewerbsteilnahme flossen. Bei der diesjährigen Veranstaltung am 22. und 23. Oktober in Berlin präsentierten sich über 50 Gründungsteams vor mehr als 70 europäischen Investoren. Insgesamt waren Investmentzusagen in Aussicht gestellt, deren Volumen fünf Millionen Euro überstieg. Die Initiative vernetzt Hochschulausgründungen mit potenziellen Kapitalgebern aus ganz Europa.

Viridi erhält 2,2 Millionen Pfund für nachhaltige Chemikalien aus CO₂

Viridi Daniel Stewart, Co-founder & CEO

Das britische DeepTech-Startup Viridi hat eine Finanzierungsrunde über 2,2 Millionen Pfund abgeschlossen. Angeführt wurde die Runde von Odyssey Ventures. Zu den weiteren Investoren gehören Alphatron Impact Ventures und TOP Ventures, der Corporate-Venture-Capital-Arm des thailändischen Energiekonzerns Thaioil. Viridi entwickelt eine Katalysatortechnologie, mit der abgeschiedenes CO₂ als Rohstoff für die chemische Produktion genutzt werden kann. Im Mittelpunkt stehen zunächst Tenside, die unter anderem in Reinigungsmitteln und Körperpflegeprodukten eingesetzt werden. Die Technologie soll fossile und palmölbasierte Ausgangsstoffe teilweise ersetzen und bestehende Produktionsanlagen nutzen können.

Berliner Fintech Pliant erhält 80 Millionen US-Dollar in Series-C-Finanzierung

Das Berliner Fintech Pliant hat in einer überzeichneten Series-C-Finanzierungsrunde 80 Millionen US-Dollar eingesammelt. Angeführt wurde die Runde von Seaya Nova und Speedinvest. Weitere Investoren sind Illuminate Financial, Motive Ventures und Molten. Das 2020 gegründete Unternehmen entwickelt eine modulare Plattform für B2B-Zahlungen, die Firmenkarten, Geschäftskonten, Währungsumtausch und Ausgabenmanagement verbindet. Mit dem Kapital will Pliant insbesondere seine Expansion in den USA und Kanada vorantreiben und die Integration von KI-Agenten in betriebliche Zahlungsprozesse ausbauen. Über standardisierte Schnittstellen sollen auch externe KI-Systeme Finanzabläufe automatisieren können. Nach Unternehmensangaben hat Pliant seinen Umsatz drei Jahre in Folge verdoppelt und zuletzt einen jährlich wiederkehrenden Umsatz von mehr als 100 Millionen US-Dollar erreicht.

Bosch investiert bis 2030 rund 200 Millionen Euro in DeepTech-Startups und erweitert Investmentfokus

Bosch-Werk Eisenach | (c) Bosch

Bosch Business Innovations erweitert seinen Investmentfokus um Technologien zur Stärkung kritischer Infrastrukturen. Der Corporate Venture Builder der Bosch-Gruppe will künftig verstärkt Startups aufbauen, die Energieversorgung, industrielle Produktionsprozesse und Versorgungssysteme widerstandsfähiger gegen Störungen machen. Im Mittelpunkt stehen unter anderem KI-gestütztes Energiemanagement, intelligente Stromnetze, Energiespeicher, vorausschauende Instandhaltung sowie Wasser- und Hochwasserschutz. Gemeinsam mit externen Gründern sollen eigenständige Unternehmen entstehen, die auf Technologien, Patente und industrielle Kompetenzen von Bosch zurückgreifen können. Hintergrund sind steigende Anforderungen an die Versorgungssicherheit und die Stabilität industrieller Lieferketten. Insgesamt plant die Bosch-Gruppe, bis 2030 rund 200 Millionen Euro über Bosch Business Innovations in den Aufbau neuer DeepTech-Startups zu investieren.

Kabilio erhält zehn Millionen Euro für KI-gestützte Buchhaltungssoftware

Das spanische Fintech-Startup Kabilio hat eine Finanzierungsrunde über zehn Millionen Euro abgeschlossen. Angeführt wurde die Runde von Picus Capital und Visionaries Club, beteiligt war zudem die spanische Innovationsförderagentur CDTI. Kabilio entwickelt eine KI-gestützte Softwareplattform, die Steuerberatungs- und Buchhaltungskanzleien bei der automatisierten Verarbeitung von Rechnungen und dem Abgleich von Banktransaktionen unterstützt. Nach Unternehmensangaben ist die Zahl der betreuten Kanzleien innerhalb eines Jahres von 100 auf knapp 500 gestiegen. Mit dem Kapital will Kabilio einen neuen KI-Agenten für Buchhaltungsaufgaben einführen und seine Plattform „Kabilio Empresas“ weiterentwickeln

Mindmax sichert sich 3,3 Millionen US-Dollar für KI-gestützte Lernplattform

Das britische EdTech-Startup Mindmax hat in einer Finanzierungsrunde 3,3 Millionen US-Dollar (2,5 Millionen Pfund) eingesammelt. Angeführt wurde die Runde von Concept Ventures. Weitere Investoren sind Redrice Ventures, Daybreak Ventures und Lerer Hippeau sowie mehrere Business Angels, darunter die ehemalige Depop-Chefin Maria Raga und Helsing-Mitgründer Torsten Reil. Das von Ed Cooke und Daniel Zohar gegründete Unternehmen entwickelt eine KI-basierte Lernplattform, die Erwachsenen personalisierten Einzelunterricht ermöglicht. Die Software passt Lerninhalte an den individuellen Wissensstand, persönliche Lernziele und Lernfortschritte an. Nutzer können in Echtzeit mit virtuellen Tutoren kommunizieren, Fragen stellen und sich komplexe Zusammenhänge anhand interaktiver Illustrationen erklären lassen.

Awards & Events

Public Value Award kürt fünf Startups des Jahrzehnts – ab 2027 auch für Scaleups

Preisträgerinnen und Preisträger des Public Value Award for Start-ups 2026 gemeinsam mit Organisatoren und Jury-Mitgliedern | © Fabian Catoni

Zum zehnjährigen Bestehen des Public Value Award for Start-ups haben die HHL Leipzig Graduate School of Management und ihre Partner fünf Unternehmen als „Start-ups des Jahrzehnts“ ausgezeichnet. Bei der Preisverleihung am 5. November 2026 in Leipzig wurden Skyseed, Too Good To Go, Coffee Circle, Coldplasmatech und Triqbriq für ihren gesellschaftlichen Beitrag geehrt. Coldplasmatech erhielt zusätzlich den Publikumspreis. Die Auszeichnung bewertet Unternehmen anhand von fünf Kriterien, darunter gesellschaftliche Problemlösung, Wirtschaftlichkeit, Zusammenhalt und Lebensqualität. Seit der Gründung des Wettbewerbs im Jahr 2016 gingen rund 2.000 Bewerbungen ein. Nach Angaben der Veranstalter sind etwa 85 Prozent der bisherigen Finalisten weiterhin erfolgreich am Markt. Ab 2027 wird die Auszeichnung unter dem Namen „Public Value Award for Entrepreneurship“ auch für wachstumsstarke Scaleups geöffnet.

IASP World Conference 2026 bringt über 1.000 Innovationsakteure aus 63 Ländern zusammen

Die 43. IASP World Conference hat vom 27. bis 30. Oktober 2026 im französischen Sophia Antipolis stattgefunden. Mehr als 1.000 Teilnehmer aus 63 Ländern diskutierten unter dem Leitthema „Tech for Humanity“ über die gesellschaftliche Bedeutung technologischer Innovationen. Im Mittelpunkt standen verantwortungsvolle Künstliche Intelligenz, internationale Technologiekooperationen, Gesundheitsinnovationen, Klimaschutz und die Umnutzung ehemaliger Industrieflächen. Die Veranstaltung des internationalen Verbands für Technologieparks und Innovationszentren (IASP) umfasste mehr als 16 Fachveranstaltungen und zahlreiche Netzwerkformate. Zudem wurde der Aufbau eines neuen MedTech-Zentrums in Sophia Antipolis angekündigt. Der Technologiepark beherbergt rund 2.700 Unternehmen. Die nächste IASP World Conference findet 2027 im saudi-arabischen Dhahran statt, gefolgt von Melbourne im Jahr 2028.

German Innovation Award 2027 startet Bewerbungsphase für innovative Unternehmen

Der German Design Council hat die Einreichungsphase für den German Innovation Award 2027 eröffnet. Unternehmen können bis zum 5. Februar 2027 innovative Produkte, Technologien, Dienstleistungen und Geschäftsmodelle einreichen. Die Auszeichnung wird in den Bereichen Business to Business und Business to Consumer sowie in den Sonderkategorien AI Methods, Circular Impacts und Transformative Solutions vergeben. Hintergrund ist eine Studie der Bertelsmann Stiftung, wonach 2026 nur noch 13 Prozent der deutschen Unternehmen als besonders innovationsstark gelten, während der Anteil innovationsschwacher Betriebe auf nahezu 40 Prozent gestiegen ist. Über die Auszeichnungen entscheidet eine unabhängige Jury mit Vertretern aus Forschung und Wirtschaft, darunter Experten von Otto, Bosch, Festo und Fraunhofer. Der Preis wird seit 2017 vergeben und soll praxisnahe Innovationen sichtbar machen.

Sächsischer Gründerpreis 2027 startet Bewerbungsphase für innovative Startups

Der Freistaat Sachsen hat die Bewerbungsphase für den Sächsischen Gründerpreis 2027 eröffnet. Gründerteams und junge Unternehmen mit bestehendem oder geplantem Sitz in Sachsen können ihre Geschäftsideen bis zum 17. Februar 2027 einreichen. Die Auszeichnung wird erstmals im Rahmen des Sächsischen Staatspreises für Wirtschaft vergeben und umfasst die Kategorien „Newcomer des Jahres“, „Start-up des Jahres“ und „Scale-up des Jahres“. Zusätzlich wird der Sonderpreis „NextGen“ für Gründerinnen und Gründer bis 21 Jahre verliehen. Organisiert wird der Wettbewerb von der Innovationsplattform futureSAX im Auftrag des sächsischen Wirtschaftsministeriums. Neben Preisgeldern erhalten die Teilnehmer Zugang zu einem Netzwerk mit mehr als 12.000 Kontakten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik. Die Gewinner werden am 5. Juni 2027 auf der Sächsischen Innovationskonferenz in Leipzig ausgezeichnet.

Mergers & Acquisitions

Conrad Electronic übernimmt Berliner Startup Hivebuy – Haufe Group Ventures gelingt Exit

Helmut Klawitter, General Partner Cusp, Bettine Fischer (CEO Hibuy), Jasper Roll (Geschäftsführer Haufe Group Ventures)

Die Conrad Electronic Gruppe hat den Berliner Einkaufssoftware-Anbieter Hivebuy übernommen. Damit realisiert Haufe Group Ventures, der Corporate-Venture-Capital-Arm der Haufe Group, einen Exit bei einem seiner ersten Investments aus dem Jahr 2023. Hivebuy wurde 2021 von Bettina Fischer und Stefan Kiehne gegründet und entwickelt eine Software zur Digitalisierung betrieblicher Einkaufsprozesse. Die Plattform unterstützt Unternehmen von der Bestellanforderung über Genehmigungsverfahren bis zur Rechnungsprüfung und wird derzeit von rund 70 Unternehmen genutzt. Conrad will die Technologie künftig einem größeren Kundenkreis zugänglich machen. Hivebuy bleibt nach der Übernahme als eigenständiges Unternehmen mit Sitz in Berlin bestehen und wird weiterhin vom Gründerteam geführt. Zu den bisherigen Investoren gehörten neben Haufe Group Ventures auch Cusp Capital, SIVentures und Tiny Supercomputer Investment Company. Finanzielle Details wurden nicht veröffentlicht.

Main Capital Partners übernimmt Mehrheit am niederländischen Softwareanbieter 21south

Der Softwareinvestor Main Capital Partners hat eine Mehrheitsbeteiligung am niederländischen Unternehmen 21south erworben. Das 2016 gegründete Unternehmen mit Sitz in Barendrecht entwickelt mit 21QUBZ eine cloudbasierte ERP-Plattform für die Abfallwirtschaft und Umweltdienstleistungen. Die Software unterstützt kommunale und private Entsorgungsunternehmen bei der Verwaltung ihrer betrieblichen und administrativen Prozesse. Zu den Kunden gehören unter anderem die Städte Amsterdam und Groningen sowie die Unternehmen Saver und Rens Recycling. Mit Unterstützung von Main Capital Partners will 21south seine Software weiterentwickeln, neue internationale Märkte erschließen und seine Marktposition ausbauen.

Upwork-Tochter Lifted übernimmt Berliner HR-Startup WorkMotion

Der Berliner Personaldienstleister WorkMotion ist von Lifted, einer hundertprozentigen Tochtergesellschaft des US-Konzerns Upwork, übernommen worden. Finanzielle Details der Transaktion wurden nicht veröffentlicht. Das 2020 gegründete Unternehmen bietet Employer-of-Record-Dienstleistungen an und ermöglicht Firmen, Mitarbeitende im Ausland rechtskonform zu beschäftigen, ohne dort eigene Gesellschaften gründen zu müssen. Durch die Übernahme erweitert Lifted sein Angebot zur direkten internationalen Beschäftigung auf mehr als 30 Länder. WorkMotion bleibt als eigenständiges Unternehmen mit Sitz in Berlin bestehen und wird weiterhin von CEO Felix Steffens geführt. Auch die Marke, die Plattform und die bestehenden Kundenverträge bleiben erhalten.

CirQono übernimmt ORA und expandiert erstmals nach Sachsen

Die zur Beteiligungsgesellschaft Deutsche Private Equity (DPE) gehörende CirQono-Gruppe hat die ORA Ostrauer Recycling und Abfallwirtschaft GmbH aus Grimma übernommen. Damit erweitert der auf Abbruch, Rückbau, Schadstoffsanierung und Recycling spezialisierte Unternehmensverbund seine Aktivitäten erstmals über Berlin-Brandenburg hinaus. ORA beschäftigt rund 25 Mitarbeiter und verfügt über langjährige Erfahrung bei Abbrucharbeiten sowie Bahn- und Infrastrukturprojekten, insbesondere beim Rückbau von Brücken. Zum Unternehmen gehören außerdem ein eigener Recycling- und Aufbereitungsstandort sowie ein Containerdienst. Mit der Übernahme will CirQono seine Präsenz im Raum Leipzig und Dresden stärken und zusätzliche Kapazitäten für größere Infrastrukturvorhaben schaffen. Die bisherigen Ansprechpartner und operativen Strukturen von ORA bleiben bestehen.

CO3 übernimmt norwegisches Softwareunternehmen Kinver und erweitert Logistikplattform

Das Berliner Technologieunternehmen CO3 hat den norwegischen Softwareanbieter Kinver vollständig übernommen. Mit der Akquisition erweitert CO3 seine Datenplattform für den Straßengüterverkehr und die Bauwirtschaft um Funktionen zur Analyse von Frachtkosten, Servicevereinbarungen und CO₂-Emissionen. Während CO3 Echtzeitdaten von mehr als 350.000 Fahrzeugen, Trailern und Geräten in 35 Ländern verarbeitet, ermöglicht Kinver die automatisierte Prüfung von Frachtrechnungen und vertraglich vereinbarten Leistungen. Die kombinierte Plattform soll Unternehmen dabei unterstützen, Transportkosten besser nachzuvollziehen und Abweichungen frühzeitig zu erkennen. Kinver-Gründer Lars Fredrik Eriksen übernimmt bei CO3 die Position des VP Commercial. Finanzielle Details wurden nicht veröffentlicht.

Kooperationen & Partnerschaften

CloudSEK kooperiert mit deutschem Cybersicherheitsanbieter AERAsec für DACH-Expansion

Das auf KI-gestützte Cybersicherheit spezialisierte Unternehmen CloudSEK hat eine strategische Partnerschaft mit dem deutschen IT-Sicherheitsdienstleister AERAsec geschlossen. Das Unternehmen mit Sitz in Hohenbrunn bei München wird künftig als Vertriebs- und Technologiepartner die Sicherheitslösungen von CloudSEK in Deutschland anbieten und deren Integration bei Unternehmenskunden unterstützen. Im Mittelpunkt steht eine KI-basierte Plattform, die externe IT-Schwachstellen, Cyberbedrohungen und Risiken innerhalb von Lieferketten analysiert. Mithilfe der Technologie Nexus AI sollen potenzielle Angriffswege frühzeitig erkannt und Sicherheitsmaßnahmen gezielter priorisiert werden. Die Zusammenarbeit richtet sich zunächst an mittelständische und große Unternehmen, insbesondere aus der Industrie, Finanzwirtschaft, Gesundheitsbranche und kritischen Infrastruktur.

Zahlen, Fakten & Spannendes

Destatis: Arbeitskosten regional stark unterschiedlich – Industrieaufträge steigen um 4,4 Prozent

Die deutsche Wirtschaft zeigt nach aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes unterschiedliche Entwicklungen. Im Jahr 2024 lagen die durchschnittlichen Arbeitskosten bei 44,32 Euro je geleisteter Stunde. Am höchsten waren sie in Hamburg mit 49,41 Euro, am niedrigsten in Mecklenburg-Vorpommern mit 36,40 Euro. Gleichzeitig stiegen die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe im September 2026 gegenüber dem Vormonat preis-, saison- und kalenderbereinigt um 4,4 Prozent. Besonders die Automobilindustrie (+10,5 Prozent) und der Maschinenbau (+8,3 Prozent) trugen zum Anstieg bei. Im August waren die Industrieaufträge noch um 10,1 Prozent zurückgegangen. Auch der Dienstleistungssektor verzeichnete im August 2026 ein reales Umsatzplus von 0,9 Prozent gegenüber dem Vormonat. Besonders deutlich fiel das Wachstum im Bereich Information und Kommunikation mit 3,7 Prozent aus.


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