Warum habt ihr euer Start-Up gegründet, welches Problem sprecht ihr an und wie löst ihr es?

Der soziale Hintergrund spielt nach wie vor eine große Rolle für die individuellen Karrieremöglichkeiten und führt zu großen Ungleichheiten im Bewerbungs- und Recrutingprozess. Unser Ziel bei hyrd ist es, den Zugang zu Karrieremöglichkeiten zu demokratisieren, indem wir einen transparenten, einfachen und fairen Bewerbungsprozess für alle Absolventen sicherstellen, egal woher sie kommen, wen sie kennen oder welchen Hintergrund ihre Eltern haben.

hyrd begleitet die Studenten auf ihrem gesamten Karriereweg und hilft ihnen, einen gut passenden und zielgerichteten Job zu finden. Wir sorgen dafür, dass den Studenten keine Jobchance entgeht und bieten ihnen Werkzeuge und die Unterstützung, die sie auf ihrem gesamten Karriereweg benötigen, von der Jobsuche bis zur Vertragsunterzeichnung.

Wie kamt ihr auf die Idee, euer Start-Up zu gründen?

In unseren früheren Jobs als Banker waren wir insbesondere am Recrutingprozess junger Talente beteiligt. Wir haben aus erster Hand die Ineffizienzen und Einschränkungen in den Recruitingprozessen der Unternehmen bemerkt. Auf der anderen Seite haben wir gelernt, was Studenten am schwierigsten und lästigsten finden, wenn es darum geht, den Bewerbungsprozess zu meistern.

Dies erinnerte uns auch an unsere eigene Situation in der Zeit, als wir mit undurchsichtigen, unfairen und stressigen Bewerbungsprozessen konfrontiert waren. Je mehr wir über die Situation nachdachten, desto mehr waren wir davon überzeugt, dass die Technologie das Potenzial hat, diese Probleme zu lösen und einen fairen und effizienten Bewerbungsprozess zu schaffen.

Was ist das Besondere an eurem Geschäftsmodell, was macht Ihr anders?

hyrd ist die einzige Plattform, die Studenten auf jedem Schritt ihres Karriereweges begleitet und unterstützt, von der Entdeckung des richtigen Jobs bis hin zur Unterzeichnung des Arbeitsvertrages, ohne unsere Plattform auf irgendeinem Schritt zu verlassen. Als erste Karriereplattform mit einem vollständig integrierten und harmonisierten Bewerbungsprozess für alle Jobs bieten wir den Studenten mit der hyrd Plattform intelligente Werkzeuge, um den gesamten Bewerbungsprozess zu meistern.

Zusätzlich bieten wir den Studenten eine umfassende und gut strukturierte Jobmarktübersicht und stellen sicher, dass sie keine Gelegenheit verpassen. Mit diesem integrierten Prozess sind wir in der Lage, jeden einzelnen Studenten in diesem unglaublich wichtigen Schritt des Lebens zu unterstützen und gleiche Karrierechancen zu gewährleisten.

Welches waren die größten Herausforderungen, die Ihr am Anfang bewältigen musstet?

Bei der Gründung eines Startups ist eine der größten Herausforderungen, die richtige Balance zwischen dem Aufbau eines Produkts und dem Aufbau einer Firma zu finden. Einerseits ist es unerlässlich, ein großartiges Produkt zu schaffen, das die Leute lieben, andererseits ist es aber auch wichtig, die Grundlage für ein erfolgreich operierendes und skalierbares Unternehmen zu schaffen. Dieses Gleichgewicht ist natürlich nicht in Stein gemeißelt, sondern muss je nach dem aktuellen Stand des Unternehmens angepasst werden.

Was war der wertvollste Rat, den Euch jemand während der Gründungsphase gegeben hat?

Sprich mit deinen Kunden/Benutzern: Viele großartige Leute, mit denen wir gesprochen haben, haben uns ermutigt, auf unsere Userbasis zuzugehen und ihr Feedback zu unserem Produkt einzuholen. Es ist extrem wichtig, nicht ein ganzes Produkt nur auf der Basis deiner eigenen Annahmen zu bauen. Du wirst die besten nicht Ergebnisse erzielen, wenn du ein Produkt für deine User baust, sondern mit deinen Usern.

Was war Euer bisher größter Erfolg?

Wir haben während der gesamten Stealth-Phase intensiv mit Studenten gearbeitet, um Feedback aus erster Hand zu bekommen. Nach der Veröffentlichung der hyrd beta Version haben wir überwältigendes Feedback von den ersten Benutzern erhalten. Es ist ein großer Erfolg zu hören, dass das, was wir gebaut haben, wirklich einen Mehrwert für die Studenten schafft und einen großen Unterschied auf ihrem Karriereweg macht, einer der herausforderndsten und aufregendsten Reisen ihres Lebens.

Was würdet Ihr anderen Gründern empfehlen?

Sprecht mit euren Kunden/Benutzern. Wir sind der Meinung, dass viele Unternehmen nicht effektiv mit ihren Kunden kommunizieren können. Wir haben sehr interaktiv mit unseren Benutzern gearbeitet, um ein besseres Verständnis dafür zu bekommen, wie wir am besten auf ihre Bedürfnisse eingehen können. Zuhören ist ein sehr starkes Werkzeug, um herauszufinden, was du besser machen kannst und wie du als Unternehmen deine Kunden glücklich machen kannst; denn am Ende ist das alles, was zählt.

Wo habt Ihr Euch als Team kennengelernt?

Wir haben in unseren früheren Jobs ein paar Jahre zusammengearbeitet - in verschiedenen Teams, aber in derselben Abteilung. In diesen Jahren sind wir gute Freunde geworden und haben viel Zeit miteinander verbracht. So haben wir unsere Idee: Studenten dabei zu helfen, den richtigen Job zu bekommen, in ein Konzept und später in eine Firma verwandelt. Besonders wenn man als Firma in einem sehr kleinen Team arbeitet, ist die Dynamik zwischen den Gründern absolut notwendig für den Erfolg der Firma.

Was war die größte Ablehnung, die Ihr je in einem Pitch erhalten habt?

Wir haben einmal sehr viel Zeit und Mühe damit verbracht, uns auf einen Pitch vorzubereiten. Wir haben versucht, jedes Detail des Pitchbuchs und die Botschaft, die wir vermitteln wollten, zu perfektionieren. Schließlich waren wir extrem gut vorbereitet und bereit zu pitchen. Dann wurde unser geplantes 1-Stunden-Meeting in einen 15-minütigen Anruf umgewandelt, was uns nicht wirklich die Möglichkeit gab, unsere Botschaft zu vermitteln. Manchmal fühlen sich solche Veranstaltungen sehr frustrierend an, aber es ist wichtig, sie hinter sich zu lassen und eure Energie auf das zu konzentrieren, was als nächstes kommt.

Wo seht Ihr Euch in 3 Jahren?

Wir stellen uns hyrd als ein gewachsenes Unternehmen vor, mit einer großartigen Unternehmenskultur, das Studenten und Unternehmen mit Leidenschaft und einer marktführenden Technologie bedient.

Habt ihr seit der Gründung noch ein richtiges soziales Leben?

Wir sind beide sehr leidenschaftlich an unserem Produkt interessiert und arbeiten gerne hart daran, es besser zu machen und es auf die nächste Stufe zu bringen. Deshalb fühlt sich Arbeit die meiste Zeit nicht wirklich wie Arbeit an. Wir haben ein großartiges Team, mit dem wir auch viel Zeit verbringen, und wir lieben es, nach der Arbeit ab und zu ein paar Afterwork-Drinks zu genießen, darunter manchmal auch einen Frankfurter Apfelwein.

Habt Ihr ein Vorbild und wenn ja, wer ist es?

Hasso Plattner und Dietmar Hopp: Sie haben eine großartige Firma geschaffen, die die Art und Weise, wie Unternehmen intern und extern interagieren, völlig verändert hat. Sie haben die Abläufe bei ihren Kunden reibungslos verbessert, indem sie "das" Betriebssystem zu der bereits eingesetzten Hardware angeboten haben. Intelligente Prozesse sind unserer Meinung nach der Schlüssel für erfolgreiche Organisationen, aber auch sehr wichtig für jeden Einzelnen.

Wenn ein Investor Euch 500.000 Euro geben würde, was würdet Ihr mit dem Geld machen?

Im Moment sind wir gut finanziert, aber auf lange Sicht würden wir gerne zusätzliche Investitionen in neue Leute tätigen, um unser Wachstum zu beschleunigen und unsere Technologie weiter zu verbessern.