Warum habt ihr euer Start-Up gegründet, welches Problem sprecht ihr an und wie löst ihr es?

UrmO_Produkt

Wir haben UrmO gegründet, um den städtischen Nahverkehr der Zukunft nachhaltiger, einfacher und auch lustiger zu machen. Wir denken, dass es in den Städten der Zukunft viel weniger individuelle Autos und eine Menge anderer Fahrzeuge geben wird, wie z.B. Roller für den individuellen Gebrauch oder mehr öffentliche Verkehrsmittel.

Wir glauben fest an die intermodale Mobilität und unser Ziel ist es, verschiedene Verkehrsmittel so effizient wie möglich miteinander zu verbinden.

Wie kamt ihr auf die Idee, euer Start-Up zu gründen?

Wir haben immer gedacht, dass Elektroautos die Zukunft sind (in manchen Fällen sind sie das wirklich!). Dann haben gemerkt, dass es immer noch keinen Spaß macht, im Verkehr stecken zu bleiben, auch wenn es emissionsfrei ist. Außerdem können Elektroautos immer noch nicht die meisten sehr kurzen Strecken zurücklegen, zum Beispiel zu und von öffentlichen Verkehrsmitteln. Wir haben dann versucht, das beste Elektrofahrzeug für kurze Strecken als unser erstes Produkt zu bauen.

Was ist das Besondere an eurem Geschäftsmodell, was macht ihr anders?

Wir haben ein völlig neues Produkt für einen vergleichsweise jungen Markt. Dank seiner geringen Größe kann es zusammengefaltet überall mit hin mitgenommen und auch verstaut werden. Dies ermöglicht neue Anwendungsfälle, sowohl geteilte als auch eigene: Wenn das Produkt geteilt wird, können Sharing-Anbieter das teure Aufladen loswerden, das für normale Roller notwendig ist. Mit unserem Produkt können sie einfach kleine Ladestationen in Geschäften oder Mietwagen benutzen, um die Geräte aufzuladen.

Welches waren die größten Herausforderungen, die ihr zu Beginn bewältigen musstet?

Ein tolles Team aufzubauen. Leute für dein Startup zu finden ist einfach. Großartige Leute mit Leidenschaft, Wissen und einer guten persönlichen Passform zu finden, ist eine nicht zu unterschätzende Herausforderung. Besonders, wenn es darum geht, Mitgründer zu finden, da sie wahrscheinlich der wertvollste Aktivposten in deinem Startup sind.

Was war der wertvollste Rat, den euch jemand während eurer Gründungsphase gegeben hat?

Niemals annehmen.

Was war bisher euer größter Erfolg?

Unser bisher größter Erfolg war unsere Kickstarter-Kampagne im Jahr 2018. Wir haben mit der Kampagne rund 200.000 USD gesammelt, was ein großartiges Ergebnis ist, wenn man die geplante Zeit bis zur Auslieferung und den hohen Preis (für Crowdfunding) des Produkts bedenkt.

Was die nächste Herausforderung für Euch?

Wie bei jedem neuen Produkt ist der Übergang von der Herstellung eines Prototypen zur Produktion in größerem Maßstab eine große Herausforderung, da neue Prozesse definiert werden müssen, die Lieferkette verwaltet werden muss und Leute für die Montage eingestellt werden müssen. Anstatt nach Asien zu gehen, montieren wir das Fahrzeug in der Nähe unseres Büros in München, so dass wir den Prozess genau verfolgen und schnell Gegenmaßnahmen ergreifen können, falls Probleme auftreten sollten. Dies garantiert einen reibungslosen Ablauf und Qualitätsprodukte.

Was würdet ihr anderen Gründern empfehlen?

Versuche, so schnell wie möglich einen ersten Prototypen zu bauen. Auch wenn dies bei einem Hardware-Startup schwierig und teuer erscheinen mag, gibt es unzählige Möglichkeiten (Makerspaces, Fablabs, etc.), die dir helfen können, schnell und kostengünstig einen ersten Prototypen zu bauen. Ein Prototyp macht es viel einfacher, erfolgreich mit Kunden, Investoren, etc. zu sprechen.

Was ist seit der Gründung wirklich schief gelaufen?

Wir haben uns von einigen unserer Zukunftsvisionen hinreißen lassen und einmal versucht, Flügel an unserem UrmO anzubringen. Das ist nicht so gut gelaufen, also sind wir wieder beim bodengebundenen Transport - vorerst ;-)

Nehmen wir an, ihr seid für einen Tag Bürgermeister von München, was würdet ihr ändern?

Wir würden definitiv unser Büro dorthin verlegen, wo die Münchner Bau- und Verkehrsbehörde ist. Der Übergang zu einer nachhaltigen städtischen Mobilität erfordert eine Änderung der Gestaltung von Straßen, Radwegen und Bürgersteigen. Eine enge Verbindung zu den Verkehrsbehörden würde helfen, diese Dinge zu beschleunigen!


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