Die ultimativen Tipps für das perfekte Pitch Deck

Wer Investoren überzeugen möchte, der braucht ein gutes Pitch Deck. Hier rein gehören zwar alle wichtigen Informationen – doch zu lang sollte die Präsentation auch nicht werden. Ein paar Tricks und Kniffe.

Beim Erstellen eines Pitch Decks können Gründerinnen und Gründer viele Fehler machen, das fängt bei peinlichen Rechtschreibfehlern an und hört bei völlig überflüssigen Folien auf. Wer Investoren überzeugen möchte, der muss sich von all den Finanzierungsanfragen anderer Start-ups abheben, die VCs ständig erreichen. Eine Zauberformel, wie genau das perfekte Pitch Desk aussehen muss, gibt es so zwar nicht, wie VCs, Business Angel und auch Gründerinnen und Gründer immer wieder betonen. So sagt Sevdesk-Chef Fabian Silberer etwa, dass ein Hochglanz-Pitchdeck heute im Grunde jeder anfertigen könnte – und Investoren verstärkt auf das Team hinter dem Start-up schauten. Doch das eine schließt das andere gar nicht aus. Denn selbstverständlich gehört auch eine Vorstellung des Teams in ein gutes Pitch Deck und immerhin gibt es eine ganze Reihe von Grundregeln, die Gründer in jedem Fall beachten sollten. Wir haben die wichtigsten zusammengestellt. 

Tipp 1: Die Zielgruppe im Blick behalten

Eine Sache gleich vorweg. Das Pitch Deck ersetzt keinen Businessplan, es ist vielmehr eine pointierte Zusammenfassung. Der erste Schritt ist gleich der wichtigste, denn mit der Antwort auf die Frage, für welche Zielgruppe das Pitch Deck gedacht ist, legen Gründerinnen und Gründer den Grundstein für ihre Präsentation. Ein Pitch Deck kann zum Beispiel wichtig sein, um eine Jury zu überzeugen, einen Business Angel für sich zu gewinnen oder Geld von einem klassischen VC zu erhalten. 

Jurys bewerten häufig vor allem die Idee hinter dem Start-up, ohne bereits ganz konkrete Finanzkennzahlen einzufordern. Der VC wird sich schon deutlich stärker für die Skalierbarkeit interessieren. Ein Business Angel erwartet von einem Start-up in der Frühphase womöglich ein bis ins letzte Detail durchdachtes Konzept. Die folgende Tipps für den Aufbau richten sich vor allem für Pitch Decks, mit denen Gründer VCs überzeugen wollen.

Die Basis: 

15 Folien gelten für eine Präsentation des eigenen Start-ups in aller Regel als das absolute Maximum, bestenfalls reichen schon zwölf aus. Ein Pitch Deck soll anregen und Interesse an mehr wecken. Den ausformulierten Businessplan können Gründerinnen oder Gründer immer noch hinterherschicken, wenn ein VC ihn verlangt. In dem Fall hätte das Pitch Deck seine Aufgabe auch bereits erfüllt. Hinzu kommt: In Folien gehört grundsätzlich nur wenig Text, Grafiken oder Bilder wirken meist aussagekräftiger. 

Der Inhalt:

Typischerweise sollte auf der ersten Folie die Geschäftsidee in einem Satz beschrieben sein. Der Name des Start-ups gehört ebenfalls auf die erste Seite, falls bereits vorhanden auch ein Logo. Ein Datum sollte darüber hinaus darauf stehen – alleine schon, um zu signalisieren wie aktuell die Präsentation ist. 

Das Team:

Auf der zweiten Seite stellen sich in aller Regel die Gründerinnen und Gründer selbst kurz vor. Sie geben kurzen Stichpunkten wieder, welche Rolle sie in ihrem Start-up einnehmen und welche Qualifikation sie haben. Die zweite Seite ist besonders wichtig, um das Vertrauen der Investoren zu gewinnen. Sie wollen einen Eindruck bekommen, mit wem sie es bei einem Investment zu tun hätten. 

Tipp 2: Auf eine sinnvolle Struktur achten

Theoretisch ließe sich im Folgenden an der Struktur des Pitch Desks ein wenig herumbasteln. Die gängigste Vorgehensweise ist, auf der dritten Folie das „Problem“ zu beschreiben, welches das Start-up lösen möchte. Auf der vierten Seite sollten Gründerinnen und Gründer die Lösung thematisieren, die bestenfalls nur mit ihrem Produkt möglich ist. Im Anschluss ist eine genauere Beschreibung des Produktes oder der Dienstleistung sinnvoll. Gibt es bereits Bilder des Produktes, gehören sie auf die fünfte Folie. 

Die Zielgruppe:

Typischerweise folgt auf Folie sechs eine Betrachtung der anvisierten Zielgruppe: Wer würde alles das Produkt des Start-ups kaufen? Welchen Marktanteil wollen Gründerinnen und Gründer langfristig einnehmen? Hier braucht es so konkrete Zahlen wie möglich. Auf der nächsten Seite sollten Gründerinnen und Gründer ihr Alleinstellungsmerkmal herausarbeiten. Investoren ist schon bewusst, dass es in aller Regel Konkurrenten gibt, aus der Präsentation sollte aber klar hervorgehen, warum das Produkt des Start-ups besser sein soll. 

Tipp 3: Konkrete Zahlen sind überlebenswichtig  

Zur Fairness gehört es dazu, dass Gründerinnen und Gründer ihre Konkurrenten namentlich benennen. Das geschieht in der Regel auf Folie acht. Eine ordentliche Einschätzung der Konkurrenz lässt Gründerinnen und Gründer zudem seriöser gegenüber VCs dastehen. Dass es wirklich gar keinen Konkurrenten gibt, ist sehr unwahrscheinlich. Auf Folie neun geht es um konkrete Zahlen. Investoren wollen wissen, wie das Start-up Umsatz generieren möchte. 

Die Meilensteine:

Auf Folie zehn sollten Gründerinnen und Gründer darlegen, warum ihr Geschäftsmodell auch funktionieren wird. Ein solcher Machbarkeitsnachweis ist besonders für Start-ups in der Frühphase schwer. Ist der beispielsweise so noch nicht zu erbringen, können Gründerinnen und Gründer hier bisher erreichte Meilensteine aufführen. Auch die bisherige Kundenzahl könnte hier ihren Platz finden. 

Der Finanzierungsbedarf:

Folie elf ist für Investoren ganz entscheidend. Denn hier steht, welchen Finanzierungsbedarf das Start-up hat. Gründerinnen und Gründer müssen hier genau darlegen, wie viel Geld sie benötigen – und wie sie es einsetzen wollen. Kann ein Investor diese Vorstellungen nachvollziehen, wird er auch zur letzten Folie blättern, auf der Gründerinnen und Gründer ihre E-Mail-Adresse und eine Telefonnummer angeben haben.


FYI: English edition available

Hello my friend, have you been stranded on the German edition of Startbase? At least your browser tells us, that you do not speak German - so maybe you would like to switch to the English edition instead?

Go to English edition

FYI: Deutsche Edition verfügbar

Hallo mein Freund, du befindest dich auf der Englischen Edition der Startbase und laut deinem Browser sprichst du eigentlich auch Deutsch. Magst du die Sprache wechseln?

Deutsche Edition öffnen

Vielleicht auch interessant:

Weitere Beiträge