Nachholbedarf bei deutschen Health-Start-ups

Ein neuer Report zeigt, dass Deutschland trotz aktueller Erfolgsgeschichten aus dem Ruhrgebiet oder der Entwicklung des Corona-Impfstoffs als Innovationsstandort im Gesundheitssektor zurückliegt.
Die RAG-Stiftung und der Bundesverband Deutsche Startups haben heute eine neue Studie zu Start-ups im Gesundheitssektor und der Entwicklung des Ruhrgebiets als Gesundheitsstandort vorgestellt. Insgesamt würde Deutschland als Innovationsstandort im Gesundheitssektor zurückliegen. Während in den USA in den vergangenen fünf Jahren 213 Milliarden US-Dollar in Health-Start-ups flossen, waren es in Deutschland dagegen nur 6 Milliarden US-Dollar. Aus dem Report geht hervor, dass in Israel 15,6 und in den USA 7,7 Health-Start-ups pro 100.000 Einwohnern gegründet werden. In Deutschland sind es nur 2,2.
Das Ruhrgebiet sei im Gesundheitssektor positiv aufgefallen durch Erfolgsgeschichten wie Emergence Therapeutics, dem zwei wertvollsten deutschen Health-Start-up. Außerdem durch das Start-up Phenox, dem erst kürzlich ein großer Exit gelungen ist. „Gleichwohl wird deutlich, dass wir die für Health-Start-ups bestehenden Möglichkeiten, die sich etwa aus der starken Forschung oder den exzellenten Universitätskliniken in unserer Region ergeben, noch nicht ausschöpfen“, sagt Bernd Tönjes, Vorstandsvorsitzender der RAG-Stiftung.
Daher schlagen die RAG-Stiftung und der Start-up-Verband Maßnahmen für die Region vor. Hochschulen und Forschungseinrichtungen sollen durch branchenspezifische Förderangebote Wissenschaftler für Gründungen sensibilisieren. Die Wissenschaft und das Unternehmertum sollen durch gute Netzwerke näher zusammengebracht werden. Außerdem empfiehlt die Stiftung und der Verband ein Seed & Scale-Programm für Start-ups aus der Gesundheitsbranche. Das soll Gründerinnen und Gründern helfen, Kontakte zu Investoren zu knüpfen und „Fundraising-ready“ zu werden.

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