Mergers & Acquisitions

XTEND fusioniert mit JFB: 1,5-Milliarden-Dollar-Deal bringt israelischen Drohnenpionier an die Nasdaq

XTEND fusioniert mit JFB und bringt autonome Verteidigungsrobotik an die Nasdaq. Das neue Unternehmen XTEND AI Robotics setzt auf KI-gesteuerte Drohnen sowie Boden- und Seefahrzeuge für Militär und Sicherheitsbehörden.
News von Marc Nemitz Marc Nemitz · New York, 04. August 2026

Das israelische DefenseTech-Unternehmen XTEND wagt den nächsten großen Schritt. Gemeinsam mit JFB Construction Holdings entsteht durch einen 1,5 Milliarden US-Dollar schweren All-Stock-Merger die neue XTEND AI Robotics. Das fusionierte Unternehmen soll künftig an der Nasdaq unter dem Börsenkürzel XTND notieren und sich als einer der führenden Anbieter für KI-gestützte autonome Robotiksysteme im Verteidigungs- und Sicherheitsbereich positionieren.

Börsengang durch Fusion

Die Transaktion bewertet das kombinierte Unternehmen mit rund 1,5 Milliarden US-Dollar und erfolgt vollständig über einen Aktientausch. Nach Abschluss der Fusion werden die bisherigen XTEND-Aktionäre rund 70 Prozent der Anteile halten, während auf die Aktionäre von JFB etwa 30 Prozent entfallen.

Mit dem Börsengang über die Fusion erhält XTEND direkten Zugang zum Kapitalmarkt und will den Ausbau seiner Produktionskapazitäten sowie die internationale Expansion deutlich beschleunigen. Der Abschluss der Transaktion wird (vorbehaltlich behördlicher Genehmigungen) im Laufe des Jahres erwartet.

Fokus auf autonome Verteidigungssysteme

XTEND entwickelt KI-gestützte Robotiklösungen für militärische Anwendungen, innere Sicherheit und öffentliche Sicherheitsbehörden. Herzstück der Technologie ist das XTEND Operating System (XOS), über das sich mehrere autonome Luft-, Boden- und Seefahrzeuge gleichzeitig steuern lassen.

Die Plattform ermöglicht es Einsatzkräften, komplexe Missionen mit einem Verbund autonomer Systeme durchzuführen und gilt als einer der zentralen technologischen Bausteine für die nächste Generation intelligenter Verteidigungssysteme.

Ausbau der US-Produktion

Mit dem Zusammenschluss verfolgt XTEND mehrere strategische Ziele. Neben einer deutlich stärkeren Präsenz auf dem US-Markt soll insbesondere die Fertigung in den Vereinigten Staaten ausgebaut werden. Gleichzeitig will das Unternehmen seine autonomen Systeme schneller bei Streitkräften, NATO-Partnern und weiteren verbündeten Staaten ausrollen.

Die Kombination aus öffentlicher Börsennotierung, größerer Produktionskapazität und zusätzlichem Kapital soll XTEND in die Lage versetzen, seine Position im schnell wachsenden Markt für autonome Verteidigungsrobotik weiter auszubauen.

Erfahrener Gründer bleibt an der Spitze

Die Leitung des neuen Unternehmens übernimmt weiterhin Aviv Shapira, Mitgründer und CEO von XTEND. Der Luft- und Raumfahrtingenieur gründete bereits mehrere Technologieunternehmen und verkaufte eines davon an Intel. Zudem wurde er zweimal mit einem Emmy Award für technologische Innovation ausgezeichnet.

Unter seiner Führung entwickelte sich XTEND von einem Robotik-Startup zu einem Anbieter, dessen Systeme bereits weltweit im operativen Einsatz stehen.


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